Ein Spatenstich ist eine angenehme Sache: Für den Bauherren und die Stadt ein klares Signal – der Bau beginnt. Anwohner sind eingeladen, es gibt Getränke und Brezeln.

Die Anwohner fehlen

Auch beim Spatenstich für die Häuser der Hoffnungsträger Stiftung gibt es Getränke, Brezeln und Ansprachen. Nur Anwohner sind keine da. Martin Bialoncig, der sich intensiv mit dem Projekt beschäftigt hatte und es zunächst sehr kritisch, später aber positiver sah, ist eingeladen, hat sich laut Stiftung aber entschuldigt.

Integration müsste hier gut gelingen, sagt die Stiftung

Marcus Witzke, Geschäftsführer der Hoffnungsträger Stiftung, ist optimistisch, dass man in diesem Quartier in einer guten Lage sei, um Integration umzusetzen. In die insgesamt 20 Wohnungen sollen zur Hälfte anerkannte Flüchtlinge, zur anderen Hälfte Personen aus unterschiedlichen Gehaltsschichten einziehen. Die gelebte Integration ist Ziel des Bauprojekts.

Stadt lobt soziale und bauliche Qualitäten des Projekts

Bürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn lobt die Bauweise: „Es ist ein mehrfach ausgezeichnetes Konzept, hat den Holzbaupreis verliehen bekommen.“ Die Stiftung mache vor, wie bezahlbares Bauen funktioniere. Andererseits lobt Langensteiner-Schönborn das soziale Konzept, das eine Durchmischung unterschiedlicher Bevölkerungsschichten vorsieht.

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Kirche unterstützt das Projekt

Mit Blick auf die Nachbarn freut er sich, dass die anfängliche Kritik einer Dialogbereitschaft gewichen sei. Auch die Kirche, vertreten durch Pfarrer Thomas Mitzkus und Pfarrgemeinderäte, will helfen, damit die Integration gelingt.

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Manche Anwohner bleiben skeptisch

Und die Anwohner? Sie sind zur selben Stunde mit anderen Dingen beschäftigt und halten sich von der Veranstaltung fern. Thorsten Schmidt lässt sich auf einen knappen Kommentar ein. „Das Bauvolumen ist aus meiner Sicht weiterhin zu groß und passt nicht in die Umgebung“, sagt er. Zudem sei die Infrastruktur ungeklärt – etwa, ob umliegende Schulen und Kindergärten in der Lage seien, die zuziehenden Kinder aufzunehmen. Mehr wolle er aber dazu nicht sagen. Er habe sich mit dem Projekt arrangiert.