Die neunjährige Lotta bringt es auf den Punkt: „Die Situation war schlimm. Auf einen Schlag waren wir zuhause. Keine Schule, nur Notfallbetreuung. Es war chaotisch.“ Die Corona-Pandemie und der Lockdown machten und machen allen Generationen zu schaffen.

„Ich hatte Angst um Oma, dass sie krank wird“

Auch die Kinder hatten ihre Sorgen und Nöte und litten unter Verzicht. „Manchmal habe ich den Überblick verloren, denn ich wusste nicht, was kommt. Und ich hatte Angst um Oma, dass sie krank wird“, sagt Lotta offen. Und ihr fünfjähriger Bruder Malte habe jeden Tag gefragt, wann er endlich seine Freunde wiedersehen dürfe.

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So wie Lotta und Malte ging es wohl allen Kindern. Dem Kinderschutzbund Konstanz mit dessen Vorsitzender Heike Reuter war es deshalb ein Anliegen, auch den Kleinen Dankeschön für ihr besonnenes Verhalten und ihr Durchhalten in der schwierigen und nicht wirklich greifbaren Ausnahmesituation zu sagen.

Malte, Irene Weiterdorf und Lotta bedeutet der Brief des Kinderschutzbundes viel.
Malte, Irene Weiterdorf und Lotta bedeutet der Brief des Kinderschutzbundes viel. | Bild: Scherrer, Aurelia

Irene Weiterdorf hat sich sehr über den Brief gefreut und diesen sofort ihren Kindern Lotta und Malte vorgelesen. „Das ist ein gutes Signal für die Kinder, dass es nicht nur die Eltern gibt, die an sie denken. Und dass andere, die keine Kinder haben, merken: Da gibt es kleine Personen, die auch unter der Pandemie gelitten haben.“ Zumal Kinder nach Veröffentlichung einer Studie teilweise als großes Risiko wahrgenommen worden seien.

„Am 20. September ist Weltkindertag“

Heike Reuter vom Kinderschutzbund ist stolz auf die Kinder und überlegt gemeinsam mit ihrem Team, mit welcher Aktion sie den Nachwuchs ebenfalls glücklich machen könnte. „Am 20. September ist Weltkindertag. Da planen wir eine Aktion“, sagt Heike Reuter. Details will sie aber noch nicht verraten; es soll eine Überraschung werden.

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