Mit diesem Besuch zum Mittagessen hatte eine Konstanzerin sicher nicht gerechnet. Plötzlich stehen 16 Feuerwehrmänner bei der Frau vor der Haustür in der Tägermoosstraße. Der Grund: Schwarzer Rauch dringt aus der Wohnung und in das Treppenhaus. Das Mittagessen der Dame ist leider verkohlt als diese im Keller war.

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„Um 11.20 Uhr wurden wir in die Tägermoosstraße alarmiert. Es wurde eine Rauchentwicklung im zweiten Obergeschoss gemeldet“, sagt Feuerwehrsprecher Felix Ritter auf SÜDKURIER-Nachfrage. Fast zeitgleich seien zwei Anrufe bei der Konstanzer Hauptwache der Feuerwehr und der Leitstelle in Radolfzell eingegangen.

Mit zwei Löschzügen, einer Drehleiter und einem Führungsfahrzeug rückten die Einsatzkräfte der Hauptwache und der Freiwilligen Feuerwehren Altstadt und Petershausen zum Einsatzort aus. 16 Feuerwehrmänner waren vor Ort, weitere 19 Einsatzkräfte in Bereitschaft

Einsatz konnte nach 20 Minuten beendet werden

Doch zum Glück sei nichts Schlimmeres passiert, so Ritter. „Die Dame aus der Wohnung hatte selbst nochmal angerufen und gemeldet, dass es soweit kein größeres Brandereignis in der Wohnung gebe. Sie habe nur das Essen auf dem Herd vergessen, diesen jetzt ausgeschaltet und den Topf selbst gelöscht“, berichtet Ritter.

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Die Einsatzkräfte hätten sich dennoch versichert, dass sie nicht mehr eingreifen müssten. Der verschmorte Essensgeruch sei noch deutlich wahrnehmbar gewesen. „Nur zu Sicherheit haben wir den Brandort noch mit Wärmebildkameras kontrolliert, um auszuschließen, dass sich durch die Hitze nichts weiter ausbreitet“, erzählt Ritter, der selbst in der Wohnung war.

Um 11.40 Uhr sei der Einsatz beendet gewesen und das letzte Löschfahrzeug wieder in der Hauptwache eingefahren. Wegen angebranntem Essen müssen die Feuerwehrleute immer wieder ausrücken. „Es passiert öfter, dass dadurch Rauchmelder ausgelöst werden“, sagt Ritter.

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Selbst auf der Feuerwache sei der Brandmelder schon mal ausgelöst worden, wenn die Feuerwehrmänner mal was anbrennen lassen. Ritter lacht: „Doch die Feuerwehr müssen wir dann nicht rufen. Wir sind dann ja schon vor Ort.“