Konstanz Zwei Sportler touren durchs Ländle: Ankunft im Etappenort Konstanz

Ein Paar tourt rund um Baden-Württemberg – mit reiner Muskelkraft. Dabei sollen möglichst viele Sportgeräte als Vehikel dienen. Bei der Ankunft im Etappenort Konstanz sind die Beiden bestens gelaunt.

Die Sonne strahlt, der Bodensee ist bevölkert von Segel- und Motorbooten, Standup-Paddlern und Ruderern. Die mutige Besatzung eines Tretboots startet in Meersburg, mischt sich unter die Vertreter des Wassersports und steuert unaufhaltsam auf den Anlegesteg des Kanu-Clubs Konstanz zu. Im Boot strampeln Ute Jansen und Markus Frommlet, die beiden Sportler, welche bei ihrem Projekt "Rund um BW" als erste mit reiner Muskelkraft und möglichst vielen verschiedenen Sportgeräten eine Rundtour entlang der baden-württembergischen Grenze schaffen wollen. Das ambitionierte Projekt lässt sich gut an: Es ist der 15. Tag der Reise, zwei Drittel der Tour sind bewältigt. Gut gelaunt legt das Paar in Konstanz an. Reiner Schmid, Vorsitzender des Kanu-Clubs, empfängt sie.

"Als wir den Bodensee von weitem gesehen haben, haben wir gejubelt!", lacht Ute Jansen. Die Beiden haben schon einiges hinter sich, sind in Karlsruhe gestartet, haben unter anderem Tandem, Mountainbike und City-Roller ausprobiert. Das Gepäck schleppen sie mit. "Beim Wandern habe ich mir einige Blasen an den Füßen gelaufen", berichtet Ute Jansen. Das waren nicht die einzigen Schwierigkeiten: Gewitter im Wald, Regenstürze bei Nacht und verwilderte Grenzwege garantierten abenteuerliche Momente. Die Wege an der Grenze seien oft verwittert und zugewachsen, da hätten sie sich mit Fahrrad oder zu Fuß durch das Unterholz schlagen müssen, sagt Frommlet. "Auch ist die Grenze nicht so bewohnt wie wir dachten", gibt er zu. "Manchmal ging uns glatt das Wasser aus." Die Tretboot-Etappe musste später starten als geplant, die beiden mussten sich ordentlich ins Zeug legen, um die verlorene Zeit aufzuholen.

Warum das Paar trotzdem glänzende Laune hat? Die guten Erfahrungen überwogen klar die Schwierigkeiten. "Wir haben so viele freundliche Leute getroffen", schwärmt Ute Jansen. Teilweise wurde das Paar vom Fernsehen begleitet, wurde an mehreren Orten bekocht, erlebte Schloss- und Ortsbesichtigungen und lernte Baden-Württemberg von einer ganz anderen Seite kennen. "Landschaftlich ist es wunderschön. Und so viele verschiedene Dialekte wie in den vergangenen zwei Wochen habe ich noch nie gehört", schmunzelt Ute Jansen.

Weitergehen soll es im Zweierkajak, das der Kanuverein Paddelprofi stellt. "Ein gutes, schnittiges Boot", lobt Schmid. Im Kanu-Club Konstanz werden vorsorglich die Wasserflaschen aufgefüllt und die Strecke bis zum nächsten Ziel, Wangen bei Öhningen, besprochen. Und Reiner steuert noch mehr bei: Von der Stadt bekommen die zwei Sportler Wein geschenkt. Am 3. September wollen sie wieder in Karlsruhe ankommen. Die Bodensee-Etappe werden sie genießen, bestätigen sie mit fröhlichem Blick über das Wasser. "Das ist wie ein Stück Urlaub zwischendurch", meint Frommlet. Mit dem Kajak kommt dem Paar zumindest kein Dickicht in die Quere, auch Wassermangel dürfte kein Problem sein. Schmid ist zuversichtlich, dass die beiden ihr Ziel erreichen. Bei so viel guter Laune, Bodensee-Wein und Ehrgeiz im Gepäck dürfte nichts mehr schief gehen.

Das Projekt

Die beiden Sportler Ute Jansen und Markus Frommlet wollen innerhalb von 22 Tagen eine Rundtour entlang der baden-württembergischen Grenze absolvieren: mit reiner Muskelkraft und möglichst vielen verschiedenen Sportgeräten. Ihre Strecke misst 1500 Kilometer und 14 000 Höhenmeter. Bilder, Neuigkeiten und Etappenberichte, die Ute Jansen selbst veröffentlicht, gibt es im Internet: www.rund-um-bw.de

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