Wenn Konstanzer Vereine das Bodenseeforum nutzen wollen, können sie künftig einen Zuschuss für die Raummiete beantragen. Das hat wenige Wochen nach der Eröffnung des Tagungs- und Veranstaltungshauses der Haupt- und Finanzausschuss des Gemeinderats beschlossen. Pro Jahr stehen zunächst 50 000 Euro zur Verfügung. Die Freie Grüne Liste hatte eine solche Zuschussregelung gefordert, weil sie befürchtete, dass die Mieten für gemeinnützige Organisationen sonst zu teuer sind. Auch Singen und Radolfzell nutzen für die Stadthalle und das Milchwerk ähnliche Regeln.

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In der Regel können ortsansässige gemeinnützige Vereine einmal pro Jahr einen Zuschuss von 75 Prozent auf die Raummiete und bestimmte Nebenleistungen wie die Bereitstellung von Technik beantragen. Damit liegt die Unterstützung je nach genutztem Raum und Veranstaltungsart zwischen 805 und 3560 Euro. Keine Ermäßigung gibt es auf die Verpflegung. Sind die Umsätze in diesem Bereich so hoch, dass ohnehin keine Raummiete bezahlt werden muss, entfällt auch der Zuschuss.

Mehrere Stadträte, unter ihnen Roger Tscheulin (CDU), Jürgen Faden (Freie Wähler und Dorothee Jacobs-Krahnen (FGL) lobten die neuen Regelungen. Kritik gab es allerdings daran, dass Ortsverbände von Parteien oder überörtlichen Organisationen nach einer Auskunft der Gemeindeprüfungsanstalt nicht gefördert werden können. Auch die eingeplanten 50 000 Euro könnten möglicherweise nicht ausreichen – was Herbert Weber (SPD) dann auch mit der einzigen Nein-Stimme zum Ausdruck brachte.

Der Antrag von Matthias Schäfer (Junges Forum), neben dem 30. September einen zweiten Termin zur Beantragung des Zuschusses im Frühjahr einzurichten, wurde bei Stimmengleichheit abgelehnt. Oberbürgermeister Uli Burchardt sagte dazu, man wolle im Bodenseeforum nicht in einen „Last-Minute-Buchungsbetrieb kommen“.