Einmal im Jahr trifft sich die Seglerszene in Konstanz – und nicht nur sie. Die Internationale Bodenseewoche ist einerseits ein Wettkampf für Wassersportler, andererseits aber auch ein Publikumsmagnet. Von 19. bis 22. Mai ist die achte Auflage seit der Wiedergründung, und die Bodenseewoche öffnet sich noch weiter.

Ewald Weisschedel bringt aus seiner Sicht auf den Punkt, wohin die Reise gehen soll: "Wir wollen das Flair der Internationalen Bodenseewoche mehr in die Stadt hineintragen", sagt der Präsident des veranstaltenden Dachvereins. Das hat mehrere Facetten. In Konstanz soll künftig stärker die Stimmung zu spüren sein, dass sich die Wassersportszene auf dem Wasser vor der Stadt misst; und auf der Hafenmeile jede Menge für das Publikum geboten ist. Zudem wollen die Verantwortlichen ortsansässige Vereine mehr einbinden. So ist der Modellskipper-Club Konstanz wieder mit seinen Miniaturbooten dabei, neu an Bord ist der Verein Helft uns Helfen, der mit Erlösen vor allem Schulprojekte in Nicaragua unterstützt. Am 20. Mai ist in der Lounge eigens ein Konstanzer Abend.

Die Organisation ist eine Kooperation mit den Kreuzlinger Nachbarn. 16 Segel-, Ruder- und Motorbootclubs aus Deutschland und der Schweiz bilden das Fundament des von Ewald Weisschedel vom Konstanzer Yacht-Club geführten Dachvereins. Im Vorstand stehen ihm Andreas Giger (Yacht Club Kreuzlingen), Joachim Schroff (Deutsch-Schweizer Motorboot-Club) und Andreas Löwe (Motor-Yacht-Club Überlingersee) zur Seite. Das Organisationskomitee des Vereins selbst bestehe aus acht Personen, erklärt Cheforganisator Giger.

Bis zu 300 ehrenamtliche Helfer packten mit an. Noch im vergangenen Jahr hatte Robert Hallmann die Verantwortung und Organisation inne. Große Unterstützung erfahren die Veranstalter seit jeher von DLRG, Technischem Hilfswerk und der Bodensee Schiffsgesellschaft (BSB).

Andreas Giger erwartet 145 Segelschiffe mit 700 Teilnehmern, die sich in unterschiedlichen Klassen vor dem Konstanzer Hafen messen. Zudem sind in Konstanz und Kreuzlingen Ruderregatten angesetzt. Das Fachpublikum kann sich an Ständen von Ausstellern informieren. Auch der SÜDKURIER als Medienpartner ist vor Ort. Riesenrad, historische Dampfboote, Infostände, Tanzvorführungen und die Wasserskigruppe des DSMC unterhalten die Gäste. Auch werden Wettfahrten auf einer Großleinwand, allerdings nicht live, übertragen. Zudem werden Wassersportarten wie Stand-Up-Paddeln und Surfboot vorgestellt.

 

"Für uns ist das ein Vollzeitjob"

Andreas Giger ist Chef­organisator der Internationalen Bodenseewoche
 

Herr Giger, wo steht die Bodenseewoche heute?

Sie knüpft dort an, wo sie letztes Jahr war – allerdings unter neuer Führung. Die kleinen Änderungen sind vor allem organisatorischer Natur. Ansonsten bleibt die Bodenseewoche, was sie war.

Wie schaffen Sie es, die Organisation zu stemmen?

Wir haben ein Organisationskomitee mit drei Leuten, die nicht mehr berufstätig sind. Für uns ist das ein Vollzeitjob. Insgesamt sind wir acht Personen, die, aufgeteilt in verschiedene Sektoren, diese Aufgaben bewältigen.

Sie wollen sich mit der Bodenseewoche gezielt in die Städte Konstanz und Kreuzlingen hinein öffnen. Wie wollen Sie das bewerkstelligen?

Wir haben die Werbung in Konstanz und Kreuzlingen verstärkt. Und wir werden vor allem das Zelt offen halten. Es gibt keine Beschränkungen, alle Besucher können hinein.

Fragen: Philipp Zieger