Obwohl der Gemeinderat fünf Rad-Entwicklungsachsen beschlossen hat, berührt keine davon Freibad Horn, das in guten Jahren bei Gratis-Eintritt bis zu 278.000 Besucher zählt. Das wirft die Frage auf: Könnte es sein, dass eine Lücke im Handlungsprogramm der Stadt Konstanz klafft?

Denn Route I führt von der Stadt zur Uni und Route II von der Stadt zur Fähre. Die dritte Verbindnung, Achse III, nach Wollmatingen und Achse IV von Wollmatingen zur Universität. Von der Fähre über Litzelstetten in Richtung Wallhausen führt die Route V.

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Die viel befahrenen Wege in Richtung Hörnle und Therme sind dabei nicht bedacht worden. Unser Video zeigt einmal den Weg über die Fontainebleau-Allee als rote Linie und die Route über die Eichhornstraße in Hellblau.

Video: Google Earth/ Animation: Sondermann, Julia

Holprig im Lorettowald

Von der Innenstadt zum Hörnle ist der Weg durch den Lorettowald eine von zwei wesentlichen Routen. In der Verlängerung der Beethovenstraße führt die Fontainebleau-Allee auf einer Länge von knapp einem Kilometer mit kleineren Steigungen schnurgerade bis zum Waldhaus Jakob oberhalb des Hörnle-Parkplatzes.

Holprig, auch ohne großes Gepäck: Markus Raufmann ist auf der Fontainebleau-Allee durch den Lorettowald unterwegs. Der Belag hat teilweise tiefe Löcher.
Holprig, auch ohne großes Gepäck: Markus Raufmann ist auf der Fontainebleau-Allee durch den Lorettowald unterwegs. Der Belag hat teilweise tiefe Löcher. | Bild: Claudia Wagner

Dort ist die Einmündung unübersichtlich. Der Weg hat einen alten, zuletzt kaum mehr reparierten Asphaltbelag in schlechtem Zustand, mit tiefen Löchern.

Unübersichtlich an der Eichhornstraße

Die zweite Option, um mit dem Rad zum Hörnle oder zur Therme zu fahren, ist die Eichhornstraße, wo die Radweg-Situation allerdings sehr unübersichtlich ist.

Um mit dem Fahrrad zum Freibad zum Freibad zu gelangen, muss über die Eichhornstraße in den Wald abgebogen werden.
Um mit dem Fahrrad zum Freibad zum Freibad zu gelangen, muss über die Eichhornstraße in den Wald abgebogen werden. | Bild: Veronika Eckhardt

Für das letzte Stück müssen Radler einen Schotterweg knapp innerhalb des Lorettowalds nehmen. Dort stehen teils faustgroße Steine hervor. Zudem geht es etwas bergauf, weshalb die Radler, die entgegenkommen, oftmals ein hohes Tempo auf dem unebenen Kiesboden erreichen. Dabei ist der Weg nicht sehr breit und immer wieder illegal zugeparkt.

Schotterstrecke: An der Eichhornstraße müssen Radler auf den letzten Metern zum Hörnle einen recht ruppigen Weg nutzen.
Schotterstrecke: An der Eichhornstraße müssen Radler auf den letzten Metern zum Hörnle einen recht ruppigen Weg nutzen. | Bild: Veronika Eckhardt