Zum vierten Mal startet die Konstanzer Life Studie der Universität Konstanz. Dabei steht erneut die Gesundheit, Ernährung und die körperliche Fitness im Fokus. Britta Renner, Studienleiterin, fasst die letzten drei Erhebungen in den Jahren 2012 und 2013 zusammen: „Wir haben hier eine relativ gesunde Bevölkerung.“ Schirmherren der Studie sind sowohl Oberbürgermeister Uli Burchardt als auch der Rektor der Universität, Ulrich Rüdiger. Beide probierten die verschiedenen Stationen während der Vorstellung der Studie aus und balancierten so unter den Blicken aller anwesenden Helfer rückwärts auf einem Balken, um ihren Gleichgewichtssinn zu demonstrieren.

Die Untersuchung der Teilnehmer startet mit einer Blutanalyse, die Auskunft über Blutzucker- und Cholesterinwerte gibt. Danach werden zum einen die Beweglichkeit getestet, aber auch Gleichgewichtssinn und Kraft. So durften die beiden Schirmherren beispielsweise die Hanteln für die Kraftmessung ausprobieren. Es gehe dabei um Fitness, die man auch im Alltag brauche, erklärte Britta Renner zu der Station. In den letzten Studien habe sich gezeigt, dass die Männer in den Übungen der Kraft besser gewesen wären, die Frauen dafür beweglicher seien, führte Renner weiter aus. Ein weiterer Aspekt der Studie ist die Ausdauer, die mit Hilfe eines Ergometers gemessen wird. Dabei wird jedoch nicht die maximale Belastung errechnet, sondern die Belastung wird lediglich bis zur Pulsgrenze gesteigert. Dazu werde noch das Anstrengungsempfinden der Probanden abgefragt. Auch Konzentration und Merkfähigkeit werden von den Helfern überprüft, außerdem Blutdruck, Größe, Gewicht und Bauchumfang.

In der Kategorie Bauchumfang lagen die Frauen in der vergangenen Studie hinter den Männern. Während bei den Männern über 40 41,9 Prozent im Normalbereich lagen, waren bei den Frauen über 40 nur 36,1 Prozent im Normalbereich. Einen großen Teil der Studie nimmt eine Befragung zum Essverhalten ein. Die zentrale Frage dabei, erläutert Britta Renner, sei, was die Befragten essen und warum sie das essen. Dabei gehe es auch um das psychische Wohlbefinden und die Lebensqualität.

Probanden bekommen nach abgeschlossener Teilnahme einen Gesundheitspass, in dem alle Daten aus der Studie eingetragen sind. Teilnehmer haben außerdem die Möglichkeit an weiterführenden Studien teilzunehmen. Eine davon ist Smart Food. Die Beteiligten fotografieren dabei mit Hilfe einer App ihre täglichen Mahlzeiten. Ein Expertenteam an der Uni wertet das Essverhalten dann aus. Es könnten jedoch nicht alle Teilnehmer der Life Studie teilnehmen, da der Aufwand viel größer sei, erklärt Britta Renner. Dabei gehe es jedoch nicht nur um die Nährwerte des Gegessenen, sondern auch um die Zufriedenheit der Probanden damit.