Konstanz Wer rüttelt, wartet länger: Darum sind die Schranken in Petershausen so lange geschlossen

Die Deutsche Bahn hat Stellung zu den langen Schließzeiten an den Bahnübergängen in Konstanz-Petershausen genommen.

Zum einen hängen diese mit der Nähe der Haltepunkte innerhalb von Konstanz zusammen, zum anderen sind die Haltezeiten am Bahnhof Petershausen die Ursache. Sie ließen sich bei hohen Fahrgastzahlen oder bei der Fahrradmitnahme schwer abschätzen, wirkten sich aber laut Bahn "gravierend auf die Schließzeit aus". Zuständig für die Überwachung beider Übergänge sei der Fahrdienstleister Konstanz.

Und warum schließt er die Schranken nicht später?

Wie aus Bahnkreisen verlautet, hängen die langen Schließzeiten in der Schneckenburgstraße damit zusammen, dass der Bahnhof Petershausen direkt nebenan ist. Der Fahrdienstleister ist dafür verantwortlich, dass die Schranken noch vor dem Erreichen des Bahnsteigs – also vor dem Aus- und Einsteigen – geschlossen sind.

Ein weiteres Problem stellt nach SÜDKURIER-Informationen die Ungeduld der Wartenden dar. Rüttelt jemand an den Schranken, löst beim Fahrdienstleiser ein Alarm aus. Der Lokführer muss dann aus Sicherheitsgründen den Übergang sehr langsam anfahren, um per Blickkontakt sicherzustellen, dass die Schranken geschlossen sind.

Knackpunkt: Haltestelle Fürstenberg

Lange warten muss man auch dann, wenn die Schranken durch den Zug automatisch ausgelöst werden. Dies ist laut einem Bahn-Sprecher bei Zügen aus Radolfzell der Fall. Die Kontaktschleife sei "ideal abgestimmt auf Interregio-Express und Seehas", sorge in der Schneckenburgstraße allerdings bereits für geschlossene Schranken, bevor der Zug den etwa eineinhalb Kilometer entfernten Haltepunkt Fürstenberg erreicht.

"Bremsvorgang, Aufenthaltszeit und Beschleunigung dort erfolgen bei geschlossener Schranke", rechnet der Bahn-Sprecher zusammen. Zweimal pro Stunde muss in der Schneckenburgstraße besonders lange gewartet werden. Dann begegnen sich die Seehas-Züge am Haltepunkt Fürstenberg. Die Folge: Erst wird der Bahnübergang für den Seehas aus Konstanz geschlossen. Noch bevor dieser die Schneckenburgstraße erreicht, folgt das Signal für den Seehas aus Radolfzell.

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