Wer Richtung Zähringerplatz auf der Wollmatinger Straße fährt, landet häufig im sogenannten Stop-and-Go-Verkehr. Häufiges Linksabbiegen ist auf dieser Strecke ein Teil des Problems.

Das ist per se nicht verboten, doch die Stelle vor dem Drogeriemarkt in der Wollmatinger Straße sorgt bei vielen Konstanzern für Unverständnis. Denn wer hier links abbiegen möchte, muss über einen abgesenkten Bordstein in der Mitte der Fahrbahn holpern. Da es keine Abbiegespur gibt, ist bei Verkehr auf der anderen Straßenseite der Fahrer oft zum Anhalten gezwungen. Angesichts einer Busspur rechts bleibt häufig nichts anderes als Warten. Hinzu kommen ein Fahrrad-und Fußgängerweg auf der anderen Seite, die ebenfalls passiert werden müssen – und die von relativ weiter Entfernung aus vom Autofahrer überblickt werden müssen.

Ist das Abbiegen an dieser Stelle also überhaupt erlaubt?

Dass die Verkehrsführung dort so geregelt ist, dass man gleich zwei abgesenkte Bordsteine überqueren muss, sei legal, heißt es auf Anfrage von der zuständigen städtischen Behörde. Dass es hier durch den Abbiegevorgang häufiger Probleme gebe, sei nicht bekannt.

Einen Anstoß zur Änderung könnten die allgemeinen Verwaltungsvorschriften zur Straßenverkehrsordnung geben. Zu Paragraf Neun – „Abbiegen und Wenden“ – steht: „Wo erforderlich und möglich, sind für Linksabbieger besondere Fahrstreifen zu markieren.“

Doch eine neue Abbiegespur ist bis jetzt nicht vorgesehen – gut möglich also, dass das Linksabbiegen an dieser Stelle ein Abenteuer bleibt. Und zwar eines, das nicht ganz ungefährlich ist: Wer als Fahrradfahrer geradeaus auf dem Radweg unterwegs ist, kann nur hoffen, dass es ein abbiegender Wagen nicht eilig hat, weil er die Pkw-Fahrbahn freimachen will.