Innerhalb weniger Monate hat die Konstanzer Firma Siemens Postal, Parcel & Airport Logistics (SPPAL), die als eigenständiges Unternehmen unter dem Siemens-Dach auf die Verteilung von Briefen, Paketen und Fluggepäckstücken spezialisiert ist, mehrere bedeutende Erfolge erzielen können.

Mit dem jüngsten Geschäft am weltweit drittgrößten Flughafen in Dubai gibt es längerfristige Vereinbarungen über laufende Dienstleistungen nun für rund 40 Flughäfen rund um den Globus.

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In Auckland und Christchurch in Neuseeland laufen zwei neue Sortieranlagen, die pro Stunde bis zu 25.000 Zeitschriften, kleine Pakete, Brief und Postkarten verarbeiten können. Zugleich liefert Siemens auch die Intelligenz hinter dem System: Ein Computerprogramm überwacht nicht nur die zwei neuen, sondern auch alle anderen Sortieranlagen der neuseeländischen Post.

Der Online-Handel wächst: Immer mehr Pakete müssen sortiert werden

Ebenfalls aus dem Bereich Post kommt ein weiterer Auftrag, den Siemens in Basel zum Abschluss bringen konnte. Dort steht seit wenigen Wochen ein Paketzentrum, in dem bis zu 9000 Pakete pro Stunde verarbeitet werden können – mit bis zu 2,5 Meter pro Sekunde (neun Kilometer pro Stunde) werden die Anlage transportiert.

Sie ist bereits für weitere Ausbauschritte vorbereitet, denn "die positive Entwicklung des Online- und Versandhandels sorgt für ein anhaltendes Wachstum im Paketgeschäft“, wird Geschäftsführer Michael Reichle in einer Pressemitteilung zitiert.

Auch an den Flughäfen sieht Siemens weitere Chancen

Anlagen zum Sortieren und zur Beförderung von Fluggepäck lieferte Siemens nach Incheon in Südkorea und nach Guangzhou in China. Sie können zwischen 15.000 und 20.000 Gepäckstücke pro Stunde verarbeiten. Das System in Guangzhou ist bemerkenswert, weil dort Gepäckstücke in speziellen, jüngst weiterentwickelten Wannen (Trays) transportieren werden.

Damit soll die Abfertigung auf dem Flughafen, der zu den 20 größten der Welt gehört, schneller gehen. In Incheon, einem wichtigen Drehkreuz im asiatisch-pazifischen Raum, fügen sich die neuen Anlagen in eine Gepäckförderanlage mit einer Gesamtlänge von 130 Kilometern ein, was weltweit ein Spitzenwert ist.

Aus Konstanz kommt für die Projekte das über Jahrzehnte aufgebaute Wissen, Teile der Technik und die Begleitung im Betrieb der Anlagen. Siemens setzt dabei auf Service-Teams vor Ort. Allein von Dubai aus setzt SPPAL im ganzen Mittleren Osten 800 Mitarbeiter ein – das sind mehr, als am Hauptsitz Konstanz ihren Arbeitsplatz haben.