Fakt ist: Das für Konstanz zuständige Hauptzollamt Singen stellt hauptsächlich diese Art von Drogen fest, wie Sprecher Mark Eferl erklärt. 2017 stellten die Beamten 33 Kilogramm Marihuana, Haschisch und Co. sicher. Auf alle übrigen illegalen Rauschmittel entfielen fünf Kilogramm.

Dabei handelt es sich um Zahlen für den gesamten Zollbezirk, der vom Hochrhein bis an den Bodensee reicht. In der Stadt Konstanz dürfte das Verhältnis aber ein Ähnliches sein, erklärt Eferl.

Sprecher des Zolls: Politische Debatten um Legalisierung wirken sich nicht auf Unrechtbewusstsein aus

Er ergänzt: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass politische Entscheidungen anderer Länder oder die Debatten in Deutschland dazu führen, dass sich das Unrechtsbewusstsein im Umgang mit Cannabis-Produkten in Konstanz geändert hat." Seit Oktober erlaubt Kanada als erstes Industrieland weltweit den Anbau und Verkauf, mehrere US-amerikanische Staaten haben ähnliche Gesetze.

Gesetzeslage in Deutschland: (Noch) keine Legalisierung von Handel oder Anbau

In Deutschland ist nach wie vor nur der medizinische Gebrauch legal, Anbau, Herstellung, Handel oder Besitz sind dagegen verboten. Gerade in Konstanz und Umgebung wüssten die Menschen darüber laut Mark Eferl sehr gut Bescheid, auch aufgrund der Präsenz von Bundes- und Landespolizei im Grenzgebiet.

Meiste Verstöße am Zollamt Konstanz-Autobahn festgestellt

Rund zehn Prozent der 2400 Personen, die von Zollbeamten wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz erwischt wurden, gingen an den Grenzübertritten in Konstanz ins Netz. Schwerpunkt ist das Zollamt Konstanz-Autobahn auf Schweizer Gebiet mit 123 Aufgriffen, am Bahnhof Konstanz waren es knapp 90. An den übrigen Konstanzer Zollämtern komme es laut Zoll-Sprecher Eferl nur zu vereinzelten Fällen.