Mit fünf Festangestellten, einem Auszubildenden und zwei weiteren Anwärtern für eine Ausbildung startet die Radwerkstatt des Inklusionsbetriebs Indigo in die heiße Phase der Saison. Das Unternehmen in der früheren Schnetztor-Unterführung, das Arbeitsplätze für Menschen mit Schwerbehinderungen bietet, ist auf Ausbaukurs.

Boom der Elektrofahrräder auch bei Indigo angekommen

Es hat jetzt unter anderem auch Fachkräfte für die Wartung von Elektrofahrrädern. Bis Oktober hat der Betrieb jeden Tag geöffnet, inklusive den Wochenenden, und erstmals möchte er im Winter nicht schließen. Der Ganzjahresbetrieb sei ein Ziel, sagen der ehrenamtliche Geschäftsführer Ralf Rosbach und der Werkstattleiter Niklas Milkau.

Zertifikat als Ausbildungsbetrieb für Menschen mit Behinderungen steht bevor

Dazu allerdings muss die frühere Unterführung am Schnetztor noch wintertauglich gemacht werden. Nach ersten Untersuchungen sollte dies mit relativ einfachen Mitteln möglich sein. Die Werkstatt kann sich bald zertifizierter Ausbildungsbetrieb für Menschen für Behinderungen nennen. Ein entsprechendes Verfahren stehe vor dem Abschluss, sagt Niklas Milkau.

Mit neuen Projekten startet die Radwerkstatt des Inklusionsbetriebs Indigo in die heiße Phase der Saison. Es stehen bereit (von links) Mitarbeiter Jürgen Rügheimer, Werkstattleiter Niklas Milkau, der ehrenamtliche Geschäftsführer Ralf Rosbach und der Auszubildende Aaron Tarrago. Bild: Claudia Rindt
Mit neuen Projekten startet die Radwerkstatt des Inklusionsbetriebs Indigo in die heiße Phase der Saison. Es stehen bereit (von links) Mitarbeiter Jürgen Rügheimer, Werkstattleiter Niklas Milkau, der ehrenamtliche Geschäftsführer Ralf Rosbach und der Auszubildende Aaron Tarrago. Bild: Claudia Rindt

Auch nicht-behinderte Menschen können im Betrieb mitarbeiten

Ein Betrieb, der sich um die Ausbildung und deren Strukturierung viele Gedanken macht, das war genau das Richtige für Aaron Tarrago, der sich in einem anderen Unternehmen als Lehrling nicht so gut aufgehoben fühlte. Auch ohne Behinderung konnte er nun in die Ausbildung als Zweiradmechatroniker zu Indigo wechseln. Zwei Anwärter auf eine Ausbildung aus dem Kreis der Menschen mit Handicaps hat der Betrieb ebenfalls, sowie viele Möglichkeiten, über Praktika neue Interessenten an die Aufgaben in der Werkstatt heranzuführen.

Gebrauchtradbörsen einmal pro Monat sind beliebt

Zu den Angeboten der Radwerkstatt gehören neben den klassischen Reparaturen und Wartungsarbeiten, das Putzen des Rads, das Verleihen und Verkaufen von klassischen und Elektro-Rädern sowie bis Oktober die Börse für gebrauchte Fahrräder an jedem ersten Wochenende im Monat zwischen 9 und 18 Uhr. Gegen eine Gebühr kann jeder Privatanbieter den Wert seines Rads schätzen und mögliche Schäden untersuchen lassen.