300 Kilometer Straßen für Autos und Fahrräder, 5000 Meter Fußgängerzone, 780 Abfallkörbe, 560.000 Hundekotbeutel, 25 Hektar Grünfläche und zehn Unterführungen. All das zu kontrollieren, zu entsorgen, zu reinigen und zu mähen zählt zu den Aufgaben von 26 Mitarbeitern der Technischen Betriebe Konstanz (TBK).

Die 26 Mitarbeiter stoßen an ihre Grenzen

Die sieht sich laut ihrem aktuellen Sachstandsbericht nicht mehr in der Lage, diese zu bewältigen und will deshalb für den kommenden Doppelhaushalt mehr Geld fordern. Weil einerseits die Ansprüche der Bevölkerung an eine saubere Stadt gestiegen seien und andererseits immer mehr Verpackungsmüll achtlos weggeworfen werde.

Früher habe sich die kommunale Straßenreinigung auf das Kehren von Straßen und Wegen beschränkt, schreiben die TBK. "Heute bedeutet Stadtreinigung ganzheitliche Sauberhaltung aller öffentlichen nutzbaren Flächen", heißt es weiter. Dazu gehören: Straßen und Wege, Grünanlagen, Freizeitflächen, sowie Ufer- und Naturbereiche. Gerade dort erleben die Stadtreiniger eine Herausforderung.

Immer mehr Menschen haben To-Go- und Take-Away-Produkte dabei

Da der öffentliche Raum als Aufenthaltsort immer beliebter werde, "steigen die Belastungen durch Müll, Verschmutzungen und Verschleiß", so die TBK. Gleichzeitig essen und trinken immer mehr Menschen unterwegs, bestellen sich also Mitnahme-Produkte. Das führe laut TBK zum achtlosen Wegwerfen der Verpackungen.

Akzeptieren wollen viele Bürger das nicht, die Erwartung an ein sauberes Stadtbildes sei gestiegen. Die TBK machen dies unter anderem an der regen Nutzung des vor einigen Jahren eingerichteten digitalen Mängelmelders auf den Internet-Seiten der Stadt fest.

Fazit: Die vorhandene Kapazität der TBK reicht nicht mehr

"Die vorhandenen Kapazitäten in der Stadtreinigung reichen für die Erfüllung der heutigen Ansprüche nach Sauberkeit bei der gegebenen Zunahme der Verschmutzungsflächen nicht mehr aus", lautet das Fazit des Berichts. Deshalb will die TBK das Personal um eine zusätzliche Arbeitsgruppe aufstocken, die als sogenannte Kümmerer flexibel, zeitnah und übergeordnet spezielle Reinigungsarbeiten übernimmt.