Konstanz Was ist gute Kinderbetreuung? Hier sind fünf Meinungen in jeweils 30 Sekunden

Bei einer Podiumsdiskussion der Freien Grünen Liste im Kulturzentrum am Münster in Konstanz suchten fünf Redner nach einer Antwort: Was ist gute Kinderbetreuung? Wir baten sie, ihre Ansichten in einem 30-sekündigen Video zu schildern.

Eine knackige Aussage zu Beginn kann jeder Diskussion den Wind aus den Segeln nehmen. Oder sie befeuert sie erst richtig: 43,9 Prozent der Konstanzer Unter-Dreijährigen werden in einer Kita betreut.

Alles gut in der wohlhabenden Stadt? Die fünf Redner auf dem Podium im Wolkensteinsaal des Kulturzentrums am Münster wollten eine Antwort finden auf die Frage: Was ist gute Kinderbetreuung?

Die Freie Grüne Liste hatte neben dem Konstanzer Sozialbürgermeister Andreas Osner die stellvertretende Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Heike Pommerening, die Konstanzer Elternbeirätin Monika Oertner, sowie den Politikwissenschaftler Marius Busemeyer eingeladen. Der Konstanzer Stadtrat Till Seiler stand für die Freie Grüne Liste auf dem Podium.

Wir baten alle fünf Redner, in einem 30-sekündigen Video zu erklären, was für sie gute Kinderbetreuung bedeutet.

Marius Busemeyer

Monika Oertner

Andreas Osner

Heike Pommerening

Till Seiler

 

Die Diskussion um höhere Gebühren

Im Frühsommer dieses Jahres haben Eltern von unter dreijährigen Kindern ihrem Ärger Luft gemacht, weil die Stadt ab Januar 2018 die städtischen Kita-Gebühren um bis zu 15 Prozent erhöhen will. Die Hintergründe:

 

  • Der Deckungsgrad: Er beschreibt den Anteil der Gesamtkosten für die Kinderbetreuung, den Eltern übernehmen. In Konstanz liegt er bei unter zwölf Prozent. Die maßgeblichen Verbände im Land, Gemeindetag, Städtetag und Kirchenfachverbände, streben einen Deckungsgrad von 20 Prozent an. Laut Sozial- und Jugendamt Konstanz wurde der niedrige Konstanzer Deckungsgrad bei der Rechnungsprüfung angemahnt.
  • Die Auswirkungen: Durch die geplante Gebühr müssten Eltern in städtischen Kitas künftig im Schnitt 232,50 Euro bezahlen, inklusive des Essensbeitrags von 80 Euro. Im November soll der Gemeinderat hierüber beraten.
  • Die Argumente: Elternvertreter befürchten, dass einkommensschwächere Familien an den Rand des Leistbaren kommen. Sie rechnen vor: Bei zwei Kindern und der Annahme eines Deckungsgrads von 20 Prozent läge die Mehrbelastung jährlich bei mehr als 3200 Euro. Die Stadtverwaltung weist auf den Langzeitvergleich hin. So hätten sich die Gebühren seit 2005 real nur um 16 Prozent, jährlich also um 1,3 Prozent erhöht. (bbr)

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