Die Freude über den Urlaub und die Erholung sind schnell dahin, wenn sich bei der Rückkehr ein Bild der Verwüstung bietet – weil Einbrecher die Wohnung oder das Haus durchsucht und ein Chaos hinterlassen haben. Seitdem die großen Ferien begonnen haben, registriert die Konstanzer Polizei vermehrt Einbrüche. Oft reicht ein gekipptes Fenster.

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Bei der Polizei gilt in der Präventionsarbeit der Satz und zugleich Ratschlag: "Ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster", gibt Bernd Schmidt wieder. Er ist Pressesprecher der Konstanzer Polizeiinspektion und verfasst täglich die Presseberichte über Vorkommnisse auch in Konstanz, Allensbach und Reichenau.

Seit einigen Tagen stellt der erfahrene Beamte fest, dass die Einbrecher verstärkt unterwegs sind, nachdem für längere Zeit Ruhe gewesen war; auch, weil für Serien verantwortliche Täter dingfest gemacht worden waren.

Von einer neuen Serie will Bernd Schmidt nicht sprechen. Es gebe keine Anhaltspunkte darauf, sagt er im Gespräch. Das Vorgehen bei den jüngsten Einbrüchen sei keine Handschrift eines speziellen Täters", ergänzt er. Auffallend sei jedoch, dass Einbrecher nicht mehr Einfamilienhäuser bevorzugten, sondern auch Wohnungen in Mehrfamilienhäuser.

Ein gekipptes Fenster reicht Einbrechern

So stellte sich der weise Satz bei der Polizei auch bei neuerlichen Einbrüchen als zutreffend heraus, nachdem zwischen Sonntagnachmittag und Montagnachmittag Unbekannte über ein gekipptes Fenster in eine Wohnung am Hermann-Hesse-Weg eingestiegen sind. Anschließend hätten sie die Räume nach Diebesgut durchsucht, seither fehlten ein tragbarer Computer, Bargeld und Schmuck, wie Schmidt am Dienstag mitteilte.

Ein Kellerfenster aufgebrochen haben Täter zwischen Samstagmittag und Montagmittag. So sind sie in ein Wohngebäude an der Straße Zur Torkel gelangt. Ob die Einbrecher etwas mitgenommen haben und die Höhe des angerichteten Schadens, sei bislang unklar, erklärte die Polizei.

Zur Aufklärung von Einbrüchen ist die Polizei Zeugen angewiesen. Überhaupt, sagt Pressesprecher Schmidt, seien wachsame Nachbarn wichtig. Gerade in der Urlaubszeit, die Einbrecher aufgrund der Abwesenheit von Bewohner ausnutzten.

Aus diesem Grund sollte es Tätern nicht zu leicht gemacht werden. Soll heißen: Rollläden für die Abwesenheitszeit nicht herunterlassen, um den Eindruck einer verlassenen Wohnung zu hinterlassen; volle Briefkästen deuteten ebenfalls darauf hin, deshalb sollten Nachbarn um regelmäßiges Leeren gebeten werden; mit Zeitschaltuhren könnten Leuchten abends angestellt werden, so dass Räume bewohnt wirken.