Wie viel alemannische Wurzeln stecken in der Schweiz? Bietet das Alemannische die Basis für eine gemeinsame kulturelle Identität? Einen vierteiligen Vortragszyklus „Alemannien/Alemannisch: Raum und Sprache“ bietet die Akademie Berlingen im Januar und Februar laut einer Pressemitteilung an. Der erste Vortrag wird von Dieter Geuenich am Mittwoch, 13. Januar, um 14:20 Uhr, gehalten, so die Mitteilung der Akademie. Mit Diskussion und kurzer Pause dauert die Veranstaltung bis 17 Uhr. Weite Teile der Schweiz sprechen alemannische Mundart. Ist die Schweiz gar ein Teil Alemanniens? Gehörte die Nordschweiz und damit Berlingen im frühen Mittelalter zu Alemannien? Der renommierte Historiker Dieter Geuenich geht den Fragen nach: Waren die Alemannen ein einheitlicher „Volksstamm“? Woher kamen sie? Der Referent ist Professor an der Universität in Freiburg im Breisgau und hat sich in der Alemannen-Forschung einen Namen gemacht.

Folgende Themen sollen zudem im vierteiligen Zyklus behandelt werden: Über die „Sprachen der Deutschschweiz“ spricht Marina Petkova am 20. Januar. Um „Heimat, Dialekt, Identität – alemannische Einheit?“ geht es bei Professor Sabine Wienker-Piepho am 27. Januar. Der Radolfzeller Historiker Jürgen Klöckler spricht am 3. Februar über „Grenz(t)räume in Alemannien nach 1945“.

Die Vorträge finden im Tagungszentrum Kronenhof, Seestrasse 112, in Berlingen statt