Verwandtschaftliche Beziehungen sind wertvoll. So auch für das Konstanzer Akkordeon-Ensemble (KAE), das den Singer-Songwriter Toni Holub aus Karlsruhe für einen Auftritt beim Herbstkonzert in der Allmannsdorfer Mehrzweckhalle gewinnen konnte. "Meine Tante und ein Cousin leben in Konstanz. Meine Tante spielt im KAE mit", sagt er.

Der 21-Jährige stand Ende 2015 das erste Mal mit seinen eigenen Texten und Kompositionen auf der Bühne. 2016 gewann er den Offerta Music Award. Dieses Jahr war Toni – so sein Markenname – bereits beim Vorfest des Open-Air-Festivals "Das Fest" in Karlsruhe zu hören und stand auch mit Fools Garden auf der Bühne. Und er folgte der Einladung in die Südwest-Fernsehsendung "Kaffee oder Tee".

"Für die Abi-Feier habe ich meinen ersten Song geschrieben. Der kam gut an und so habe ich weitergemacht. Inzwischen habe ich ein abendfüllendes Programm an selbstgeschriebenen Liedern und gehe damit auf Tour. Coversongs spiele ich kaum noch", erzählt Toni Holub. Dabei war sein Platz zwölf Jahre lang hinten auf der Bühne am Schlagzeug bei diversen Coverbands.

Schlagzeug ist das Instrument, das er von der Pike auf gelernt hat. "Das ist immer noch mein Hauptinstrument, an dem ich mich am wohlsten fühle", erklärt er. Der erste Anstoß zur Musik sei von den Eltern gekommen. "Zuhause stand ein Klavier", sagt er rückblickend. "Später kam die Gitarre dazu. Die kann man überall mit hinnehmen. Inzwischen habe ich mich ein bisschen in dieses Instrument verliebt", erzählt der Singer-Songwriter. Zum Akkordeon habe er keine nähere Beziehung. "Ich habe es nur einmal kurz ausprobiert". Musikalisch orientiere er sich an der deutschen Pop-Musik. Zu seinen frühen Vorbildern zählt er Die Prinzen. "Ich mag Lieder, die Wortwitz haben", berichtet er. Ansonsten sieht er sich musikalisch breit aufgestellt. Ab und an dürfen seine Lieder auch englische Texte haben.

Für die Förderung seiner weiteren Karriere hat Toni Holub einen eher ungewöhnlichen Weg eingeschlagen. Noch bis Oktober hatte er Kurse für Musik im Lehramt belegt. "Ich wollte weg von der Musiktheorie", begründete er seinen Entschluss. Er genieße die Freiheit, Musik unbeeinflusst zu gestalten. "Ich mache sie, wie ich sie fühle", sagt er nachdrücklich.

Mittlerweile studiert er Musikmanagement an der Akademie Deutsche Pop in Stuttgart. Dazu gehören Marketing, Projektmanagement und Medienarbeit. Mit diesem Wissen erhoffe er sich bessere Kenntnisse darüber, wie das Musikgeschäft funktioniert und möchte dieses für sich gewinnbringend einsetzen.

 

Das Konzert mit dem KAE findet am Samstag, 25. November, um 19.30 Uhr in der Allmannsdorfer Halle statt.