Vier Tage Vollsperre auf dem Rheinsteig: Die Pläne der Stadtverwaltung, über die der SÜDKURIER erstmals berichtete, sorgen für erste Kritik. Die CDU-Fraktion im Gemeinderat äußert erhebliche Bedenken an der Planung, die von 4. bis 7. Juli greifen soll. Die Maßnahme lasse "erhebliche negative Auswirkungen auf den Verkehrsfluss innerhalb der Stadt befürchten", heißt es dazu in einem Brief an Oberbürgermeister Uli Burchardt und Baubürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn.

Michele Lagrutta hatte die Planung damit begründet, dass nur so die Sicherheit der Arbeiter gewährleistet sei. Außerdem werde es durch die Sperrung möglich, die oberste Asphalt-Schicht nahtlos und damit in besonders hoher Qualität herstellen.

Die CDU befürchtet, dass die Sperre sich negativ auf die Rettungsdienste, aber auch die Arbeit von Gewerbetreibenden und Pflegediensten auswirkt. Gerade die Umleitung von zahlreichen Bussen lasse erwarten, dass auch die benachbarten Straßen verstopft sein könnten.

Für Pflegedienste, Feuerwehr, Betriebe: CDU sieht große Probleme

"Die betroffenen Menschen, zahlreiche Dienstleister, wirtschaftliche Betriebe und öffentliche Einrichtungen, wie Schulen und Tagesstätten, sind in großer Sorge", heißt es in dem Schreiben weiter. Gerade die "medizinischen und pflegerischen Bedürfnisse der Anwohner" müssten "angemessen erfüllt werden können".

Die CDU stellt weiter klar, dass sie zum Ratsbeschluss zur Sanierung des Rheinsteigs stehe und "vorübergehende Einschränkungen" in Kauf nehme. Dennoch müssten vor der Ankündigung einer Vollsperrung einer der wenigen Altstadt-Zufahrten Alternativen geprüft werden. Zudem sei eine frühzeitige und umfassende Information der Betroffenen unerlässlich. Immerhin, so Fraktionschef Roger Tscheulin und Stadtrat Wolfgang Müller-Fehrenbach, handele es sich um einen erheblichen Eingriff ins Verkehrssystem.