Es gibt Situationen, die ändern sich einfach nicht. Auch wenn man dachte, das könnte noch etwas werden. Ampelschaltungen etwa. Jedes Mal der gleiche Ärger. Warum schaffen es gerade einmal nur drei Autos über die grüne Ampel am Zähringerplatz, wenn die Fahrer von der Allmannsdorfer Straße nach rechts in die Wollmatinger Straße abbiegen wollen?

Rot, grün, was gilt denn nun?

Warum nur, ja, warum nur schafft es nicht einmal ein sportlicher Fußgänger rechtzeitig vom Lago-Platz über die Straße zur Lago-Brücke? Kaum ist die Ampel grün, ist sie schon wieder rot. Warum nur ist der Radfahrer auf der Mainaustraße völlig perplex angesichts der Ampelschaltung an der neuen Klinikumseinfahrt? Regulär muss bei Rot zeigender Ampel für Autofahrer auch der stadteinwärts tretende Radfahrer halten, damit Fußgänger nicht gefährdet werden.

Aber: Hinter der Rot zeigenden Ampel ist der Überweg über die Zufahrtsstraße zum Klinikum. Die dortige Fußgängerampel gilt auch für den Radler. Bloß: Ist die Autoampel rot, zeigt die Fußgängerampel Grün. Für einen überschaubaren Moment sind beide Anlagen grün; dann die Autoampel, aber die Fußgängerampel nicht.

Bild: Zieger, Philipp

Diese Systeme muss mal einer verstehen. Das kann, wie es stets rechtfertigend heißt, nur an der Schaltung mit den anderen Ampeln an den Kreuzungen liegen. Dann gibt es noch jene Ampeln, die für Autos sowie auf dem daneben liegenden Radweg fahrende Radler gelten. Warum muss der Pedaleur anhalten, wenn der Weg frei ist und weit und breit keine Fußgänger kreuzen? Wer dennoch zufährt, dem droht eine empfindliche Geldstrafe. Wie dem auch sei: Es wird sich daran wohl nichts ändern. Zumindest nicht so schnell.