Seit November 2016 liefen die Vorbereitungen für die Vereinseintragung, im Januar 2017 war es dann soweit: Die Behörde bestätigte die Vereinsgründung. Dies wurde am 29. April im Gemeindesaal St. Suso gefeiert. Der Deutsch-Äthiopische Verein Bodensee (DABO) gab seine Gründung bekannt und stellte seine Arbeit und den Projektbericht der jüngsten Äthiopienreise vor. Zudem gab es eine traditionelle äthiopische Kaffeezeremonie.

Worke Woldesemayat, DABO-Vorsitzende, kam die Idee, einen Verein zu gründen, durch einen Film, der Studenten bei dem Aufbau einer solchen Organisation zeigt. Sie erzählt, dass das Land sich rasant entwickele, es aber viel Korruption, Inflation und Geldwäsche gebe. "Bei diesem Wachstum sind die Armen die Verlierer", resümiert sie, "eine Mittelschicht gibt es kaum". Ihr ist es jedoch wichtig, dass die Kinder durch die Hilfe des Vereins nicht nur Brot, sondern auch Bildung erhalten – Hilfe zur Selbsthilfe. Martin Weber, zweiter Vorsitzender, reiste im Sommer mit Nora Rixius, ebenfalls Gründungsmitglied, nach Äthiopien, um zu schauen, welche Organisation der Verein unterstützen könnte. Sie besuchten unter anderem ein Waisenhaus in Addis Abeba, das viel Wert auf Bildung legt, seine Schützlinge aber auch fordert. Vernachlässigen die Kinder den ermöglichten Schulbesuch, verlieren sie nach und nach das Anrecht auf einen Platz in den Wohngemeinschaften.

Es stehe jedoch bei den Hilfen des Vereins nicht nur das Geld im Mittelpunkt, sondern es solle gleichzeitig auch eine Plattform gebildet werden, über die sich hier lebende Äthiopier austauschen können, heißt es vom Verein. So sind weitere Höhepunkte geplant, wie eine traditionelle Kaffeezeremonie im Mai und die Teilnahme an der Interkulturellen Woche Konstanz-Kreuzlingen im Herbst.

Kontakt: info@dabo-konstanz.de