Es ist kein schöner Anblick, den man in den letzten zwei Wochen in Allmannsdorf beim Spazieren hatte. In der Silvesternacht wurden in der Sepp-Biehler-Straße drei Mülleimer angezündet, die an Laternen befestigt waren. Vermutlich haben die Täter diese mit Böllern befüllt. Innerhalb von 300 Metern fielen alle drei Plastikmülleimer dem Vandalismus zum Opfer.

Erst als der Schnee vergangene Woche geschmolzen ist, wurde das ganze Ausmaß deutlich. Bei einem Mülleimer hängt das geschmolzene Plastik noch immer an der Laterne. Um die geschmolzenen Eimer herum liegt der Müll verteilt im Gras. Doch wieso wurde seitens der Stadt noch nichts unternommen und die Umweltverschmutzung beseitigt?

Diese erfährt erst auf SÜDKURIER-Anfrage überhaupt von der Sachbeschädigung. "Tatsächlich wurde uns das noch gar nicht gemeldet", erklärt Anja Fuchs vom Pressebüro der Stadt Konstanz. "Die technischen Betriebe und die Entsorgungsbetriebe sind im Moment mit dem Winterdienst beschäftigt. Und wenn diese Mülleimer in einer Straße liegen, die als weniger stark frequentiert gilt, dann kann es sein, dass noch kein regelmäßiger Leerungstermin stattgefunden hat. Ansonsten wäre das natürlich repariert worden." So bleibt die Frage, weshalb keiner der vielen Spaziergänger sich bei der Stadt gemeldet hat. Die Sepp-Biehler-Straße führt zwischen zwei grünen Wiesen von der Jungerhalde in Allmannsdorf zur Gärtnerei und der Haltestelle Jugendherberge. Viele Hundebesitzer nutzen den Weg für das tägliche Gassigehen.

Erst am gestrigen Montag nahmen sich die Entsorgungsbetriebe Konstanz der Verschmutzungen an. Die Entsorgungsbetriebe werden auch eine Anzeige wegen Sachbeschädigung erstatten. Aber meistens gebe es bei solchen Ermittlungen keine Ergebnisse, heißt es seitens der Stadt weiter. Vor allem, weil seit der Silvesternacht, in der der Vandalismus vermutlich geschehen ist, schon über zwei Wochen vergangen sind.