Im konkreten Fall haben mehrere Wissenschaftler und Tierschutzexperten wohl zu Recht ihr grünes Licht gegeben. Der zu erwartende Erkenntnisgewinn der Versuchsreihe wiegt schwerer als die Belastungen des Tieres. Das liegt auch daran, dass die Versuche über reine Grundlagenforschung hinausgehen. Es geht auch um die Frage, wie Lebewesen auf Magnetfelder reagieren. Angesichts zunehmender Magnetfelder um uns herum keine ganz triviale Frage.

Tatsächlich zählt das deutsche Tierschutzgesetz weltweit zu den strengsten. Es stellt sicher, dass Tierversuche nur in einem von der Gesellschaft akzeptierten Umfang erfolgen und staatlichen Kontrollen unterliegen. Experimente mit Tieren werden heute nur noch genehmigt, wenn es a) wissenschaftlich erforderlich und b) ethisch vertretbar ist. Auch wenn Missbrauch immer möglich ist, gibt es gute Gründe den über Jahre erarbeiteten Standards und Kontrollmaßnahmen zu vertrauen.

Erst recht, so lange es keine wirklichen Alternativen im Kampf gegen schwere Krankheiten gibt. Denn eines ist auch klar – wer Tierversuche grundsätzlich verbieten will, der muss auch bereit sein, seinem an Multipler Sklerose erkrankten Freund sagen, dass sich seine Heilungschancen aus Rücksicht auf die Tiere um Jahre verschieben wird.

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