Konstanz Sturmtief Burglind hat die Stadt am Mittwoch auf Trab gehalten, sogar die Fähre fuhr zeitweise nicht. Hier ist die Bilanz des Sturms

Sturmtief Burglind hat auch in Konstanz für viele Behinderungen im Verkehr gesorgt, die Fähre stellt zeitweise den Betrieb ein, Straßen wurden wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Verletzt wurde niemand.

Das Sturmtief Burglind, das am Mittwochvormittag von Westen her aufzog, hat im Stadtgebiet Konstanz ganze Arbeit geleistet. 120 Einsätze hatte die Polizei von 8.30 Uhr bis kurz nach 13 Uhr zu absolvieren, berichtet Pressesprecher Bernd Schmidt und verweist darauf, dass dies ein sehr hohes Aufkommen an Einsätzen in kurzer Zeit bei einem Sturm sei. Auf der anderen, positiven Seite der Bilanz steht: es gab keine Verletzten.

Die Schadensbilanz dürfte dennoch relativ hoch ausfallen. Am stärksten betroffen war der Verkehr. Zwei Mal musste die Fähre zwischen Konstanz und Meersburg ihren Betrieb einstellen – eine ungewöhnliche Maßnahme für ein für seine Robustheit bekanntes Verkehrsmittel.

Zum ersten Mal wurde der Fährverkehr um 10.15 Uhr unterbrochen, konnte aber kurz danach wieder aufgenommen werden. Um 12.15 Uhr war erneut Schluss für die Fähre, berichtete Christopher Pape, Pressereferent der Stadtwerke, kurz nach 13 Uhr waren die Schiffe dann allerdings wieder regulär in Betrieb. "Die Schiffe sind sehr robust und so ausgelegt, dass sie bis Windstärke neun fahren können", sagte Pape.

Bild: Silvia Tremmel

Zuletzt sei der Betrieb im März 2017 kurzfristig eingestellt worden, dass dies zwei Mal innerhalb eines Jahres passiere, sei sehr ungewöhnlich. Es gebe keine fixe Windstärke, ab der der Betrieb eingestellt werde. Vielmehr hänge dies von Windrichtung, -stärke und Wellenbild ab.

In diesem Fall sei gestern die Einfahrt in den Meersburger Hafen wegen hoher Wellen so schwierig gewesen, dass man den Verkehr vorübergehend einstellte. Im Vergleich falle die Fähre Friedrichshafen – Romanshorn deutlich häufiger aus, sie fahre am Obersee allerdings eine Strecke in ungeschützter Lage.

Die Innenstadt war am Morgen weitgehend leer. Viele umgestürzte Fahrräder zeugten vom Sturm.

Fahrräder halten der Windstärke so gar nicht stand, hier die Sturzopfer auf der Konstanzer Marktstätte .
Bild: Oliver Hanser

Beim starken Wind trauten sich wohl wenige Konstanzer nach draußen.

Kein guter Tag für einen Ausgang mit Hund: Eine Spaziergängerin kommt im Stadtgarten im Kampf gegen Windböe und Regen nur ganz langsam voran. Bilder: Oliver Hanser
Bild: Oliver Hanser

Kein Wunder...

 

Von Ausfällen betroffen waren auch die Fahrgäste der Stadtbuslinie 13/4 in Konstanz. Ein umgestürzter Baum hatte schon gegen 10.30 Uhr die Straße zwischen Wollmatingen und Dettingen versperrt, die Buslinie wurde zeitweise nicht bedient, während die Feuerwehr den Schaden beseitigte.

Kniffliger Einsatz am Hochhaus

Die Feuerwehr Konstanz hatte an diesem stürmischen Vormittag 17 Einsätze, wie Pressesprecher Klaus Menge berichtet, "für einen solchen Sturm sind das nicht übermäßig viele". Knifflig sei ein Einsatz am Hochhaus in der Wollmatinger Straße gewesen, an dem sich im elften Stockwerk eine Balkon-Überdachung zu lösen drohte.

Bild: Oliver Hanser

Die Höhenrettung der Feuerwehr sicherte das Blechdach, weil die Feuerwehrleiter nicht bis in den elften Stock reicht.

Bild: Oliver Hanser

In der Friedrichstraße drohte ein großer Baum umzustürzen, den die Feuerwehrleute mithilfe eines Krans "ablegen" mussten. Die übrigen Einsätze betrafen weitere umgestürzte Bäume und Dächer, die von der Feuerwehr gesichert werden mussten sowie Werbetafeln, die neu aufgestellt und gesichert wurden.

Weitere Bilder vom stürmischen Morgen

Bild: Domenico Dello Jacono

 

Bild: Oliver Hanser

 

 

 

 

Bild: Oliver Hanser

 

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