Sie haben alle unterschiedliche Schwerpunkte. Im Fokus steht das Klosterareal, der Bereich zwischen Archäologischen Landesmuseum und Musikschule, auf dem sich bis 1832 eine Klosterkirche befand. Das Eingangsportal dieser Kirche befindet sich heute im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe und diente ebenfalls als Inspiration für die Studenten.

Der Impuls für das Vorhaben stammte von dem Verein Petershauser Orgelkultur, der mit der Idee an die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) herantraten. Wolfgang Müller-Fehrenbach, Verein Petershauser Orgelkultur, erinnert sich an den Anfang des Projektes: "Es bestand der Wunsch das romanische Portal zurück nach Konstanz zu holen – da dies aber nicht umsetzbar ist, wollten wir die Erinnerung mit anderen Möglichkeiten erhalten". So sei die Idee der Visualisierung entstanden, die mit den Aspekten der Bodenbeschaffenheit und der Gestaltung gekoppelt gewesen sei. "So haben wir zum einen eine geophysikalische Untersuchung des Bodens in die Wege geleitet, zum anderen sind wir für die Gestaltung an die HTWG herangetreten", so Müller-Fehrenbach.

So integrieren drei der Projekte ein Café um den Platz zu beleben. Die erste Idee mit dem Namen "Pars Tempi" sieht eine hölzerne Rippenkonstruktion der Kirche und einen Grundriss des Klosters, der als Band in den Boden eingelassen werden soll, vor. Die zweite Studenten Gruppe "Spuren und Strukturen" möchte den Petersturm und das Portal aus offenen Steinquadern nachbilden. Im dritten Projekt "Archäologie neu erleben" wird die Ausgrabung in den Mittelpunkt gerückt und kann durch eine App mitverfolgt werden. Mit "Im neuen Licht" wird als letzte Idee eine Stahlkonstruktion vorgestellt, die mit Betonbänken und Lichtbändern im Boden auf das Kloster verweist. Die Ergebnisse können bis zum 8. November in einem kostenlos zugänglichen Teil des Museum besichtigt werden.