Konstanz Stadt wirbt bei Radlern um Rücksicht

Mit einer Offensive will Kontanz ein besseres Miteinander auf Fuß- und Radwegen am Ufer fördern. Nicht nur damit, auch mit neuen Markierungen.

Radfahren auf dem Hörnle-Gelände, zwischen Yachthafen und dem Strandbad oder am Hoerlepark: Verboten. Dennoch lassen sich manche davon nicht abhalten. Die Stadtverwaltung will nun an die Vernunft der Radfahrer appellieren. Auf Plakaten wirbt sie mit dem Spruch: "Tu's aus Liebe – Nimm Rücksicht am See und Rhein."

Schritttempo am Herosépark

Diese Aktion soll Radler nicht nur zur Rücksicht an den genannten Stellen auffordern. Sie hat auch Maßnahmen an anderen Stellen geplant, insbesondere zwischen Fahrradbrücke und Bodenseeforum. Auf diesem Abschnitt entlang dem Seerhein ist das Fahrradfahren erlaubt. Nach einer Diskussion im Technischen und Umweltausschuss im Februar folgt die Ausweisung der Uferpromenade als Gehweg mit dem Hinweis "Rad frei". Das bedeutet, Radfahrer müssen sich an Schritttempo halten. Schilder und Bodenmarkierungen soll ebenfalls zur gegenseitigen Rücksichtnahme auffordern.

Alternativroute weg vom Seerhein

Für den Herosépark werde eine Alternativroute für Radfahrer ausgewiesen, die vom Wasser weiter entfernt liege, erklärt das städtische Presseamt in einer Mitteilung. Diese Maßnahmen würden im Laufe der kommenden Woche durch die Technischen Betriebe umgesetzt. Ob die Radler freiwillig auf den direkten Weg verzichten und ob sie sich an Schritttempo halten, wird sich zeigen. An entsprechenden Stellen in der Altstadt funktioniert das nicht.

Verkehr sei nicht gefährlich

Die Freien Wähler hatten die Diskussion über die Nutzung der Wege zwischen Fahrradbrücke und Bodenseeforum aufgeworfen. Es komme immer wieder zu gefährlichen Situationen zwischen immer schneller und immer zahlreicher werdenden Radlern sowie den Fußgängern, argumentierten sie. Die Stadtverwaltung erhielt den Auftrag, Möglichkeiten zur Tempobremse für diese Strecke zu prüfen. Ihr Ergebnis war: Hinweise sollen ausreichen. Sie sprach sich gegen bauliche Veränderungen der Wege oder Sperrungen für Radfahrer aus. Der Verkehr im Herosépark sei nicht als gefährlich einzustufen, Unfälle mit Verletzten oder großem Schaden habe es nicht gegeben.

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