Die Geduld der Kärrelebauer und der Brunnenlauffest-Fans wurde belohnt. Nachdem die Dingelsdorfer Formel 1 der Jugend bereits zweimal aus Witterungsgründen verschoben werden musste, wurden die Rennfahrer jetzt belohnt: Traumwetter, ideale Temperaturen und bestens eingestimmte Besucher.

Drachenjäger Samuel zeigte sich bereits auf dem Parkplatz siegesgewiss.
Drachenjäger Samuel zeigte sich bereits auf dem Parkplatz siegesgewiss. | Bild: Scherrer, Aurelia

Mit der erstmaligen Zusammenlegung beider Ala-Bock-Veranstaltungen landete die Narrenschar einen Volltreffer. Die lauschigen Wiese am Welsbrunnen wurde erstmals als Festplatz bespielt. Idealer hätte die Location nicht sein können, denn sie passte trefflich zum Fasnachtsmotto 2020, welches die Narren in bunter, szenischer Darstellung vorstellte.

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Ala-Bock-Präsident Florian Rossknecht gab den Clownfisch, an seiner Seite ein Hai, aber ohne Koi-Karpfen, dafür mit galoppierenden Seepferdchen, eine Meerjungfrau mitsamt Neptun. Bei dem Anblick dieser Gestalten war sofort offenkundig: Der Ala-Bock taucht in der kommenden Fasnachtssaison ab, und zwar in die Tiefen des Meeres.

Beim bunten Abend in der Thingolthalle – Rossknecht kündigte an, diese mit Wasser füllen zu wollen – würden dann wohl Muschelsuppe, Seetangsalat sowie Korallen-Cocktails gereicht. Auf jeden Fall wurde die Phantasie der Besucher sofort angeregt; manche Dingelsdorfer saßen alsbald in Grüppchen zusammen und schmiedeten die ersten Pläne für passende Kostümierungen.

Mit der Ala-Bock Air starteten David und Carla vergnügt ins Rennen.
Mit der Ala-Bock Air starteten David und Carla vergnügt ins Rennen. | Bild: Scherrer, Aurelia

Mit dem Kärrelerennen gab es noch eine kleine Reminiszenz der vergangenen tollen Tage, als der Ala-Bock in den fernen Osten reiste. Die selbstgebauten Bolliden, für die sich bis zu drei Generationen verantwortlich zeichneten, ließen die klimabewussten Formel 1-Fans staunen, denn sie alle wurden ausschließlich per Muskelkraft betrieben, als Kraftstoff (für die Fahrer) wurde Mineralwasser gereicht, und manch Gebilde war vorbildlich mit Naturmaterialien ausgestattet. Nachhaltiger geht es kaum.

Das nachhaltige, klimaschonende Gefährt „China-Wandel“ begeisterte die Zuschauer.
Das nachhaltige, klimaschonende Gefährt „China-Wandel“ begeisterte die Zuschauer. | Bild: Scherrer, Aurelia

Hilfsbereitschaft ist bei den Dingelsdorfer Kärrele-Rennen Usus. Die Jungs schoben freiwillig die Gefährte den Hügel hinauf und sogar der Pannendienst rückte umgehend aus, um vor dem Rennen noch einen dringend notwendigen Reifenwechsel zu vollziehen. Während der Reparatur wurden selbstverständlich jede Menge Ratschläge von allen Seiten geben. „Auf die Mutter kannst Du verzichten.“ Susanne Gau stutzte und konterte sofort: „Kommt gar nicht in Frage! Die Mutter ist das Wichtigste!“

Ala-Bock-Präsident Florian Rossknecht durfte die Pokale vergeben.
Ala-Bock-Präsident Florian Rossknecht durfte die Pokale vergeben. | Bild: Scherrer, Aurelia

Florian Rossknecht und seine tatkräftige, engagierte Mannschaft wurden mit Komplimenten ob des gelungenen Dorffestes überhäuft und zugleich mit der Idee konfrontiert, das Kärrele-Rennen immer in den Sommer zu verlegen.

„Das haben wir auch schon überlegt“, bekannte Rossknecht, meinte jedoch: „Aber was machen wir dann am Rosenmontag?“ Einen Ersatzevent werden die Ala-Bock mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit generieren, zumal auch Kärrele-TÜV-Mitarbeiter Lukas Hoffmann bemerkte: „Dann hätten wir mehr Zeit, um Kärrele zu bauen.“