In der Petershauser Halle ist es laut. Die Kinder, die keinen Platz mehr an einer der Tischtennisplatten bekommen haben, spielen Fußball, Basketball oder toben einfach so in der Halle herum. Drei Mitglieder des PTSV (Post Telekom Sportverein) erklären den Kindern Aufschlag und Ablauf des Spiels. Einige haben den Dreh sehr schnell raus und liefern sich lange Einzelspiele mit den Tischtennis-Experten. Auch die allerkleinsten Kinder, die kaum über die Platte gucken können, haben den Schläger in der Hand.

Friedhelm Großmann von der Flüchtlingsinitiative Save me erklärt, dass es nicht nur darum gehe, den Kindern Raum zum Austoben zu geben, sondern auch, eine langfristige Integration zu erreichen. Für Kinder mit großem Interesse an einer der Sportarten bestehe die Möglichkeit, auch danach das Training des Vereins regelmäßig zu besuchen, schildert Friedhelm Großmann weiter.

Neben Tischtennis wurden an den Sonntagen davor auch Rugby und Handball vorgestellt. Bei Rugby sei sehr schön gewesen, so Großmann, dass nicht nur Erwachsene, sondern auch fünf bis sechs Kinder mitgekommen wären. So gehe die Integration noch schneller. Die Flüchtlingskinder können so entdecken, was es in Konstanz alles für Möglichkeiten gebe, erklärt Kirstin Meditz, Pressesprecherin bei Save me.

Am nächsten Sonntag stellt sich im letzten Termin der Tennis-Club vor. Danach müssen neue Vereine gefunden werden, die ihren Sport präsentieren. „Fußball wäre schön“, wünscht sich Friedhelm Großmann. Er macht auch noch deutlich, wie wichtig die ehrenamtlichen Helfer sind: „Ohne die geht es nicht.“ Probleme, so Friedhelm Großmann weiter, gebe es kaum. Nur die regelmäßige Teilnahme an den Angeboten unter der Woche sei manchmal schwierig. Oftmals kollidiere die Trainingszeit mit der Hausaufgabenbetreuung. Da sei die Schule dann doch wichtiger, erklärt er.