Am Samstagvormittag gegen 11.40 Uhr kam es beim Anlegevorgang einer ca. neun Meter langen Motorjacht im Konstanzer Hafen in der Nähe der Hafenhallen zu einer folgenschweren Explosion an Bord.

Bild: Feuerwehr Konstanz

Das Boot war besetzt mit Ehemann (50 Jahre alt), Ehefrau und zwei Kindern. Bereits beim Anlegen nahm der Bootsführer Rauchgeruch aus dem Bereich des Motorraums wahr, wie die Polizei mitteilt. 

Bild: Rau, Jörg-Peter

Er und alle weiteren an Bord befindlichen Personen verließen daraufhin sofort die Yacht und retteten sich auf den Anlegesteg. Kurz darauf explodierte die Yacht. Der schwarze Rauchkegel war über viele Kilometer hinweg zu sehen.

Bild: Bärbel Wiedemann

Von den vier Personen verletzte sich die Frau am Bein - offensichtlich beim Überstieg auf die Hafenmole. Die anderen drei Bootsfahrer blieben unverletzt. Die Unglücksstelle wurde sofort von der Polizei weiträumig abgesperrt. Feuerwehr, Rettungsdienste und untere Wasserbehörde waren vor Ort. An Bord befanden sich noch ca. 450 Liter Treibstoff, die nun von der Feuerwehr abgepumpt werden sollen.

Bild: Rau, Jörg-Peter

Ein Polizeihubschrauber war zur Luftbilddokumentation im Einsatz. Ein Kran zur Bergung des Havaristen wurde angefordert. Über Beeinträchtigungen für die Umwelt könne zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Angaben gemacht werden. Die Schadenshöhe ist noch unklar. Kräfte des PP Konstanz und des PP Einsatz (Wasserschutzpolizei Konstanz) ermitteln. Derzeit wird von einem technischen Defekt ausgegangen.

Bild: Rau, Jörg-Peter

Wie die Polizei weiter mitteilt ist der Durchgang zwischen SEA LIFE und Hafenmeisterei nach der Sperrung wieder freigegeben. Das havarierte Boot wurde mit einem Kran aus dem Hafenbecken gehoben und zur weiteren Untersuchung der Polizei übergeben.

Bild: Rau, Jörg-Peter