Herr Schädler, vor wenigen Tagen waren Sie bei der Meisterfeier der HSG Konstanz hier im Hafen, jetzt anlässlich der Internationalen Bodenseewoche. Kann man sagen, dass das zwei Highlights im Konstanzer Sport sind, die Handballer der HSG und die Bodenseewoche?

Der Aufstieg der HSG Konstanz ist sportlich sicher das Größte, was wir seit einigen Jahren miterleben durften. Die Bodenseewoche ist im Veranstaltungsbereich sicher das herausragende Sportereignis im Jahreskalender der Stadt Konstanz.

 

Was kommt im Zusammenhang mit der Bodenseewoche auf das Sportamt zu mit flankierenden Maßnahmen und Hilfestellungen?

Bei der Bodenseewoche kann ich beruhigt sagen, da schaffen es die Organisatoren sehr gut ohne unsere Hilfe. Es ist so, dass die Bodenseewoche sehr professionelle Strukturen hat, auch wenn sie in diesem Jahr wieder von den Vereinen organisiert wird. Aber die Vereine haben so viel Knowhow und so viel Personal, dass sie vieles besser wissen als wir im Sportamt. Wir haben versucht, die Bodenseewoche finanziell zu unterstützen, wir stehen bereit, wenn es irgendwo einmal klemmt, um beispielsweise eine Behörde schneller ins Boot zu bekommen, aber ansonsten schaffen die das sehr gut ohne uns.

 

Und was ist Ihr persönlicher Favorit im Programm der Bodenseewoche?

Persönlich schätze ich sehr dieses Ambiente insgesamt, Konstanz platzt ja aus allen Nähten, wenn es um Veranstaltungen geht, und da sollte man vielleicht eher die Qualität als die Quantität im Auge haben, und die Bodenseewoche ist genau so ein Format, das wunderbar in unsere Stadt passt. Und deshalb ist dieses Ambiente auch das, was ich gerne genieße. Rein sportlich muss ich sagen, da fühle ich mich zu den Ruderern hingezogen. Wenn man sieht, was sie hier mit speziellen Wettkampfformen machen, das ist schon etwas ganz Besonderes, auch für Ruderlaien wie mich.

 

 

Kann man, um an die erste Frage anzuknüpfen, zusammenfassend schon sagen: Die HSG und die Bodenseewoche, das ist Stadtmarketing vom Feinsten?

 

Wir Sportler neigen dazu, den Sport an der Fahnenstange weit hochzuziehen. Aber hier stellt sich schon die Frage: Was kann man besseres im Sinne eines Stadtmarketings machen, als so viele namhafte Gegner in die Schänzlehalle oder eben so viele Sportlerinnen und Sportler, aber auch Zuschauer an den Konstanzer Hafen zu locken, die mit bleibenden Eindrücken wieder nach Hause fahren? Das hier passt eben ganz hervorragend zusammen und ist wohl einzigartig, der See, die Natur und die Stadt Konstanz. Das ist ein echtes Hafenfest.

Fragen: Jürgen Rössler