Der Stadtsportverband hat den Anspruch, die Stadtplanung kritisch zu begleiten und darauf zu achten, dass bei einer zunehmenden Verdichtung in der Stadt die Freiflächen, auf denen Konstanzer Sport treiben können, erhalten bleiben oder eingeplant werden. Das machten Thomas Keck, Vorsitzender des Verbands, und Harald Schuster, Referat Hallensport, bei der Hauptversammlung deutlich.

Stadtsportverband will beim Siemens-Areal beteiligt sein

Konkret geht es um die Entwicklung des Siemens-Areals und, längerfristiger, die Entwicklung des Stadtteils Hafner. "Wir verdichten weiter und schaffen keine Freiräume", mahnte Harald Schuster und unterstrich die Forderung, dass der Stadtsportverband bei jeder Entwicklungsmaßnahme dabei sein müsse. Beim Siemens-Areal ist der Verband verspätet in den Prozess einbezogen worden.

Bei der Hallenbelegung wird es eng

Ein weiteres Problem stellt die Hallenbelegung dar. "Die Halle Zoffingen ist noch bis Sommer zugänglich, danach wird sie abgerissen", sagte Harald Schuster und wies darauf hin, dass man danach Alternativen für die dort trainierenden Vereine finden müsse. Mittelfristig ist geplant, dass die Wessenbergschule und die Zeppelin-Gewerbeschule in einem Berufsschulzentrum zusammen gelegt werden. Hier plane die Stadt den Neubau einer Zweifach-Halle, die existierenden Hallen fielen weg. "Wir verlieren in den nächsten Jahren 95 Sportstunden", so Schuster.

Der Vorstand: (v. li.) Renate Sandmann, Heinz Krahnen, Martin Mutter, Daniela Weber, Harald Schuster, Thomas Keck, Christian Voigt, Ute Munz, Manfred Braun.
Der Vorstand: (v. li.) Renate Sandmann, Heinz Krahnen, Martin Mutter, Daniela Weber, Harald Schuster, Thomas Keck, Christian Voigt, Ute Munz, Manfred Braun. | Bild: Claudia Wagner

Wichtig für den Verband ist auch die Prioritätenliste für die Sanierung der Sportplätze. Das Sportamt und der Stadtsportverband haben sich darüber bereits verständigt, berichtet Keck, sie muss aber noch im Ausschuss diskutiert werden. An erster Stelle stehe die Sanierung der Anlage an der Schänzlehalle. "Das Thema sollten wir forcieren".

Beim Schwaketenbad läuft es gut

Beteiligt ist der Stadtsportverband auch am Neubau des Schwaketenbads. Ursula Klaußner, Vorsitzende von Sparta Konstanz, sei Mitglied des Beirats und achte darauf, dass die Becken die korrekten Maße für Wettkämpfe aufweisen. "Wir haben den Eindruck, dass das gut läuft", sagte Schuster.