Konstanz So verlief die Konstanzer Neujahrsnacht - Polizei zieht durchwachsene Bilanz

Polizei zieht eine durchwachsene Bilanz der Konstanzer Silvesternacht. Während 5000 Menschen weitgehend friedlich auf der Partymeile feierten, gab es nach Mitternacht Ärger im Industriegebiet.

Die Bilanz der Polizei fällt wenig spektakulär aus. Sprecher Thomas Pecher: "Es war ganz ähnlich wie in den Vorjahren: Nicht unbedingt sehr ruhig, aber auch nicht wirklich schlimm." Vor Mitternacht sei es eher beschaulich zugegangen, "doch danach hatten wir einige Einsätze, ehe es um 3.30 Uhr mit dem einsetzenden Regen sehr ruhig wurde". Gegen 1 Uhr am Neujahrsmorgen gerieten mehrere Personen in der Mannheimer Straße in Streit, weil Feuerwerkskörper auf eine Terrasse geworfen wurden. Als die Polizei den Sachverhalt aufnehmen wollte, griff ein 15-Jähriger unvermittelt eine einschreitende Polizeibeamtin an und verletzte diese dabei leicht.

Mehrere Delikte im Industriegebiet

Rund zwei Stunden später wurden mehrere Personen in einer Diskothek in der Max-Stromeyer-Straße mit Flaschen und Gläsern beworfen sowie mit Fäusten ins Gesicht geschlagen. Anschließend flüchteten die vermutlich aus der Schweiz kommenden Täter. Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Konstanz in Verbindung zu setzen, Telefon 07531/995-0.

Während der Kontrolle eines 24-Jährigen in den frühen Morgenstunden im Bereich einer Diskothek in der Oberlohnstraße wurden bei diesem drei Handys festgestellt. Eines der Handys gehörte tatsächlich dem kontrollierten 24-Jährigen. Das zweite Handy wurde am 28. November in einer Gaststätte entwendet. Auch das dritte Handy gehörte nicht dem Kontrollierten. Nach dem Ende des großen Regen gegen 5.30 Uhr zogen die Delikte wieder merklich an. "Das verlagerte sich zu diesem Zeitpunkt komplett auf Diskotheken oder Bars im Industriegebiet", so Thomas Pecher.

Der Polizeisprecher erwähnt insgesamt 38 polizeilich relevante Einsätze in der Silvesternacht. "Dabei handelte es sich wie beschrieben zumeist um Körperverletzung oder um Ruhestörung", erklärt er. "Auch hier kann man sagen, dass das nicht unnormal ist und sich im Bereich der Vorjahre bewegt. An normalen Wochenende geht es ähnlich zu."

5000 Menschen feiern am Hafen ins neue Jahr

Die offiziellen Stellen sprechen von rund 5000 zumeist friedlich feiernden Personen im Bereich der Partymeile im Stadtgarten sowie in der Hafenstraße. Im gesamten Stadtgebiet waren neun Streifen mit jeweils zwei Einsätzkräften unterwegs – drei Streifen mehr als üblich. "Das kam bei den feiernden Menschen sehr gut an", erzählt Thomas Pecher. So konnten so manche kleinere Meinungsverschiedenheiten schon im Keim erstickt werden.

Das Böllerverbot in der Altstadt, das seinen Ursprung im fatalen Altstadtbrand im Jahr 2010 hat, wurde nach Angaben der Polizei eingehalten – zumindest konnten die Beamten keine Verstöße beobachten. "Es gab zwar ein paar Meldungen von Bewohnern über Feuerwerk in der Altstadt", so Thomas Pecher. "Doch die Streifen konnten das dann nicht nachweisen. Also gehen wir davon aus, dass das Verbot beachtet wurde."

Kerzen eines Adventskranzes hatten 2010 die Holzkonstruktion eines Hauses entzündet, das später einstürzte. Noch im Jahr zuvor hatten sich Bürgeramt, Feuerwehr und Polizei gegen ein Böllerverbot ausgesprochen, weil sie keine Notwendigkeit dafür gesehen hatten. An Silvester 2010 wurde das Böllerverbot zum ersten Mal ausgesprochen und gilt seit 2015 dauerhaft. Theoretisch droht bei einem Verstoß ein Strafbescheid von bis zu 50.000 Euro – an diese Obergrenze musste das Bürgeramt aber noch nie gehen.

Feuerwehr hat mehrere Einsätze

Die Feuerwehr wurde zu mehreren kleineren Bränden von Containern oder Mülleimern im gesamten Stadtgebiet sowie in Litzelstetten gerufen, die jedoch alle glimpflich ausgingen. Am Sonntag gegen 22.30 Uhr geriet ein Balkon im sechsten Stockwerk eines Wohngebäudes in der Schwaketenstraße in Brand. Ursächlich dürfte ein Feuerwerkskörper gewesen sein. Die Feuerwehr Konstanz konnte den Brand rasch löschen. Die Höhe des entstanden Sachschadens ist noch nicht bekannt. Insgesamt mussten die Einsatzkräfte zu sieben Bränden ausrücken. "Verletzte gab es glücklicherweise nicht", so Thomas Pecher.

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