Almut Schäfer geht's nicht schnell genug. Die Vorsitzende des Seniorenhilfevereins Miteinander leben wartet ungeduldig darauf, dass die schon lange ersehnte Seniorenwohnanlage am Dorfplatz endlich gebaut wird. „Wir warten darauf, dass der Bebauungsplan festliegt und genehmigt ist“, erklärt sie in der Hauptversammlung im Bürgersaal des Dettinger Rathauses.

„Die Hangbebauung gehört leider dazu“, bedauert sie. Das sei eine Folge der attraktiven Lage in der Ortsmitte. Der Hang, das ist die Brunnenhalde, die sich oberhalb des Dorfplatzes und des zentralen Parkplatzes erstreckt. Dort sollen bei der Umgestaltung des Areals mehrere Wohneinheiten entstehen. Diese müssen nach den aktuellen Plänen aus wirtschaftlichen Gründen gemeinsam mit der Seniorenwohnanlage erschlossen werden.

Andreas Hoffmann, Vorstandsmitglied des Caritasverbands Konstanz, übt sich hingegen in Geduld. „Wir wollen keinen Druck aufbauen“, betont er im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Die Caritas stehe bereit, sich im betreuten Wohnen und in den Pflege-Wohngemeinschaften zu engagieren. Dafür würden acht Vollzeitstellen geschaffen, kündigte er an. „Die Stadt und die Wobak sind am Zug“, erklärt er. Die Stadtverwaltung ist für die Aufstellung eines Bebauungsplanes zuständig. Die Wobak möchte als Bauherrin die Seniorenwohnanlage erstellen.

Derzeit sind zwei Entwürfe aus dem Architektenwettbewerb in Überarbeitung. Daraus soll der Bebauungsplan erstellt werden. „Klasse, toller Vorschlag, sehr großzügig“, schwärmt Hoffmann von dem, was die Architekten fürs Seniorenwohnen bislang vorgeschlagen haben. Die Caritas habe eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die bereits vorgeplant habe. „Wir können sofort in die Detailplanung einsteigen, sobald alles Baurechtliche geklärt ist“, erklärt Andreas Hoffmann.

Der Verein habe derzeit etwa 220 Mitglieder, berichtete Almut Schäfer. Zwölf aktive Helfer kümmern sich um neun ältere Menschen. Der Dienstagstreff von 15 bis 16.30 Uhr sei gut besucht, die PC-Hilfe 60plus ausgelastet. Der Mittagstisch „Miteinander Essen“ ist erfolgreich, sodass er mittlerweile zweimal im Monat (zweiter und vierter Mittwoch) im Pfarrheim Sankt Verena stattfindet. Das wöchentliche Montags-Café zusammen mit der Caritas im evangelischen Jakobus-Gemeindezentrum Wallhausen bietet noch Platz für weitere dementiell Erkrankte. „Dieser Nachmittag ist eine Entlastung für deren Angehörige“, wirbt Schäfer. Der Treffpunkt im Alten Schulhaus werde nicht so intensiv genutzt wie erhofft. Zwar sei die Gymnastikgruppe voll besetzt, aber das geplante Kulturprogramm konnte noch nicht umgesetzt werden. Klaus Leitermann wird weiterhin zusammen mit Heinz Linke monatliche Wanderungen unter dem Motto „Soweit die Füße noch tragen“ anbieten.