Der Parkplatz am Hauptfriedhof besteht fast nur noch aus Schlaglöchern. Besucher sollten am besten mit Trekkingstiefeln kommen, witzelt Anwohner Manfred Kammerlander. Vor kurzer Zeit hatten er und andere Hoffnung, dass der Platz gründlich neu gestaltet wird.

Bei Regen entstehe eine Pfütze nach der anderen

Bauarbeiter rückten an, sanierten einen kleinen Streifen – und verschwanden wieder. Was soll der Unsinn, fragen sich nun einige Bürger, diskutieren und spotten im Internet darüber. Die Bautätigkeiten am Parkplatz empfinden sie als völlig überflüssig. Ein kleiner Streifen wurde neu gepflastert.

Bild: Manfred Kammerlander

Laternen wurden aufgestellt, und Sperrbügel, die auch zum Befestigen von Rädern genutzt werden können. Doch die große Fläche sieht aus wie seit Jahrzehnten.

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Sie ist überzogen von Rissen und Löchern. Wenn es geregnet hat, stehe hier eine große Pfütze nach der anderen, berichtet Manfred Kammerlander, der in der Nachbarschaft wohnt. Dabei werde der Platz nicht nur von Besuchern des Friedhofs rege genutzt.

Aus Sicht von Beobachtern wurde mit dem Umbau eine viel zu üppige Beleuchtung geschaffen, aber nicht das Wesentliche, ein neuer Belag. Die Lampen seien wohl dringend notwendig, damit sich keiner in dieser Löcherlandschaft ein Bein bricht, scherzen Bürger auf einer Internetplattform.

Ein Streifchen ist saniert, nicht aber die völlig kaputte Deckschicht auf dem Parkplatz am Hauptfriedhof. Manfred Kammerlander und andere wundern sich darüber.
Ein Streifchen ist saniert, nicht aber die völlig kaputte Deckschicht auf dem Parkplatz am Hauptfriedhof. Manfred Kammerlander und andere wundern sich darüber. | Bild: Claudia Rindt

Warum das Bauprojekt am Alten Bannweg zum Hindernis wird

Walter Rügert, Sprecher der Stadt, will die Gemüter beruhigen. Der gesamte Platz werde noch instand gesetzt, aber voraussichtlich erst Ende 2020. Ursprünglich seien die Arbeiten für Herbst 2019 geplant gewesen. Doch dann seien die Baupläne im Alten Bannweg dazwischen gekommen. Die Hoffnungsträger Stiftung aus Leonberg will vier zweigeschossige Häuser mit 20 preisgünstigen Wohnungen errichten.

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Je zur Hälfte möchte sie diese Geflüchteten und Einheimischen zur Verfügung stellen. Bis die Neubauten stehen, diene der Parkplatz als Baustellenzufahrt, schreibt Walter Rügert auf Anfrage. Damit ein neuer Belag durch schwere Baumaschinen nicht gleich wieder zerstört wird, sei die Sanierung verschoben worden. Bürger fürchten, dass die Infrastruktur im Quartier nicht auf einen Zuzug von bis zu 80 Menschen ausgelegt sei.