Die Darstellungen des Geschehens gehen sehr weit auseinander. Klar ist nur, dass am Mittwochabend zwei Gruppen von Jugendlichen aneinander gerieten. Die Polizei teilte dazu zunächst gar nichts mit. Nachdem der SÜDKURIER auf den Vorfall aufmerksam gemacht worden war und bei der Polizei nachhakte, reagierte die Pressestelle des Konstanzer Präsidiums mit einer knappen Erklärung. Demnach wissen die Ermittler nicht, wer die Tatverdächtigen sind.

Im Wortlaut teilt die Polizei mit: "Noch unklar ist das genaue Ausmaß einer Auseinandersetzung zweier Gruppen von Jugendlichen am Mittwochabend gegen 21.30 Uhr im Bereich der Schmugglerbucht. Die unmittelbar nach Bekanntwerden des Geschehens eintreffenden Streifen trafen nur noch eine der Gruppierung an, die entsprechende Blessuren aufwies. Trotz sofortiger Fahndungsmaßnahmen im näheren Umfeld konnten die unbekannten Täter der anderen Gruppe nicht mehr festgestellt werden. Zeugen, die Hinweise zu diesen Jugendlichen geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Konstanz, Tel. 07531/995-0 in Verbindung zu setzen."

Dem steht die Aussage eines Mannes entgegen, der nach eigenen Aussagen mit der Familie eines jugendlichen Geschädigten in Verbindung steht. Er teilt mit, bei der einen Gruppe habe es sich um deutsche Jugendliche gehandelt, bei der anderen um eine Gruppe von "20 bis 30 Jugendlichen" türkischer und arabischer Herkunft. Ein Junge sei so zusammengeschlagen worden, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste. Die Polizei erklärt konkret dazu, es sei von einem schwer Verletzten nichts bekannt. Auch dass Jugendliche ausgeraubt worden seien, konnte das Präsidium nicht bestätigen.