Wallhausen – Gut 24 Stunden nach dem Ölunfall im Wallhauser Hafen ist die Schiffsverbindung zwischen Wallhausen und Überlingen wieder aufgenommen worden. Am Donnerstag gegen 12.30 Uhr waren beim Betanken des Motorschiffs Seegold rund 100 Liter Dieseltreibstoff in den See gelaufen. Bei einem Großeinsatz der Feuerwehren Konstanz, Radolfzell und Überlingen mit Unterstützung der Feuerwehr Kreuzlingen und der Seepolizei Thurgau konnte die Gefahr für die Umwelt gebannt werden. Im Einsatz waren rund 125 Frauen und Männer.

Hafenmeister gibt Entwarnung

Zwei Ölsperren hatten die Ausbreitung des Diesels auf den Hafen und eine Wasserfläche von etwa 100 mal 400 Metern begrenzt. "Die Sperren sind eingesammelt. Nur die Slipanlage ist noch von der Feuerwehr belegt. Aber das wird sich in einer Stunde erledigt haben. Dann ist es, als wäre nichts gewesen", teilte Hafenmeister Ralf Kaufmann am Freitag gegen 12.30 Uhr auf Nachfrage mit. Der Hafen kann am Wochenende ganz normal genutzt werden.

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Unfallursache vermutlich Fehlfunktion des Grenzwertgebers

Möglicherweise wegen einer Fehlfunktion des Grenzwertgebers des Tankwagens war der Treibstoff während der Betankung ausgelaufen. Der Diesel hatte sich auch zwischen den Booten ausgebreitet. Die personalintensive Aufnahme der Verunreinigung erfolgte mittels eines speziellen Vlies', das aus Kreuzlingen hergebracht worden war. "Es hat sich gut bewährt", bestätigte Pressesprecher Christopher Kutschker. Die Feuerwehr Konstanz wolle ein solches für künftige Einsätze selbst vorhalten und sei wegen der Beschaffung mit dem Kreisbrandmeister im Gespräch, berichtete er. Die Finanzierung der Ölwehr auf dem Bodensee ist Aufgabe des Landes.

Dank an die Einsatzkräfte

Oberbürgermeister Uli Burchardt bedankte sich bei den Einsatzkräften: "Die Einsatzkräfte der Feuerwehren haben schnell und professionell gehandelt und damit einen größeren Schaden verhindert. Beeindruckend ist auch die sehr gute Zusammenarbeit über Stadt- und Ländergrenzen hinweg."

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