1. Z-Brücke

Vor der Fasnacht soll die Z-Brücke eröffnet werden, die einen barrierefreien Weg über die Bahngleise im Stadtteil Petershausen bieten wird. Vor etwas mehr als zehn Jahren war das Bauprojekt mit einem Architektenwettbewerb gestartet. 2009 beteuert die Stadtverwaltung, dass die Kosten im Rahmen von 2,6 Millionen Euro eingehalten werden können. Doch das Bauvorhaben wird mehrfach verschoben.

Startpreis: 2,6 Millionen Euro

2015 kommt es dann zum Projektbeschluss über 3,48 Millionen Euro. Wenige Wochen später steigt der Preis für auf 4,1 Millionen Euro plus Planungskosten von 900.000 Euro. Es folgt der Spatenstich im März 2016. Im Juli des Folgejahres soll die Z-Brücke fertig sein. Dass diese Frist nicht eingehalten wird, ist klar, als sich die Verwaltung im Dezember 2016 Kosten in Höhe von 5,33 Millionen Euro genehmigen lässt und den angepeilten Termin auf Oktober 2017 verschiebt.

Endpreis: bis zu 6,21 Millionen Euro

Im Juni 2017 müssen die Baukosten abermals korrigiert werden: Die Brücke wird mindestens 5,5 Millionen Euro, wahrscheinlich aber zwischen 5,85 und 6,21 Millionen Euro, kosten. Der Eröffnungstermin wird nochmals um zwei Monate nach hinten verschoben. Auch diese Frist verstreicht – wetterbedingt und da noch einige wichtige Bauteile fehlen. Deshalb wird die Eröffnung erst zu Beginn des neuen Jahres möglich sein.

2. Zähringer Hof

Vor zwei Jahren erhielt das Darmstädter Architekturbüro Florian Krieger den Zuschlag für den Bau auf dem früheren Gelände des Autohauses an der Wollmatinger Straße. Nach dem nahegelegenen Zähringerplatz bekommt die Wohnanlage, in der Familien und Alleinstehende ein Zuhause finden sollen, den Namen „Zähringer Hof“. Der Spatenstich für den aktuell größten Miethausbau aus öffentlicher Hand erfolgt 2016.

Bezahlbarer Wohnraum entsteht

Nun entstehen 80 Wohnungen: Zwei Drittel davon vom Land gefördert zu Quadratmeterpreisen um 6,60 Euro kalt und ein Drittel preisgedämpft zu Preisen um acht Euro. Die Wohnungsbaugesellschaft Konstanz (Wobak) investiert für das Bauvorhaben 17 Millionen Euro. Erst sollten diese Wohneinheiten im März 2018 bezugsfertig sein, doch aktuell wird der Herbst 2018 als Termin angepeilt.

 

3. Seerhein-Center

2015 wird bekanntgegeben, dass das Seerhein-Center im Folgejahr umgestaltet wird. Deswegen werden die Verträge der Mieter der Geschäfte gekündigt oder auf Eis gelegt. Doch der Beginn der Umbaumaßnahmen verzögert sich, und obwohl im Sommer 2016 die meisten Verkaufsflächen bereits leer stehen, gehen die Arbeiten im Einkaufszentrum nicht los.

Umbau startet fast ein Jahr später

Die Baugenehmigung erteilt die Stadt erst Anfang 2017, sie war verspätet eingereicht worden. Im Mai machen sich dann die ersten Fachfirmen an die Arbeit. Ab August wird das Gebäude entkernt, grundsaniert und die Flächen der Geschäfte größer zugeschnitten. Wenn die geplante Bauzeit von 14 Monaten eingehalten wird, kann das Seerhein-Center in neuem Glanz im Frühjahr 2018 wieder eröffnet werden.

4. Alte Rheinbrücke

Im Sommer 2017 beginnt der Austausch einer defekten Übergangsschiene auf der Alten Rheinbrücke. Bis dato hat diese sechs Jahrzehnte der Belastung durch Straßen- und Schienenverkehr standgehalten. Nach der Erneuerung soll die Brücke im November wieder normal befahrbar sein. Die Kosten der Sanierung belaufen sich auf rund 370.000 Euro.

Lochfraß bedroht die Statik der Brücke

Doch als die Fachfirma sich ans Werk macht, entdeckt sie Schäden im Innern der Brücke, die behoben werden müssen. In den vergangenen Jahren war bei Tauwetter durch den Asphalt Streusalz eingedrungen, was zu Lochfraß im Betonstahl führen kann, der widerum sehr bedenklich für die Statik der Brücke ist. Aus diesem Grund muss die Fahrbahn erneuert werden, was sich vorraussichtlich noch bis April 2018 hinziehen wird.

 

5. Rheinsteig

Fast ein halbes Jahrzehnt ist es her, dass das C-Konzept beschlossen wurde. Ziel ist es, die Innenstadt vom Straßenverkehr zu entlasten. Im Oktober 2016 sollte mit der Sanierung des Rheinsteigs die erste Baustelle entstehen, mit der der Altstadtring auf das C-Konzept umgebaut wird. Doch diesmal sind es grenzübergreifende Fragen, die den Baubeginn verzögern. Die Schweiz beteiligt sich an diesem Bauprojekt, das mit Kosten von knapp drei Millionen Euro verbunden ist.

Bauzeit von 14 Monaten ist geplant

Der Zuschuss kann aber nur ausgezahlt werden, wenn die Bauarbeiten bis zum Zuschlag nicht gestartet sind. Schließlich beginnen die Arbeiten am Rheinsteig Ende Juni 2017. Nicht nur der Straßenbelag wird erneuert, sondern auch die Gas-, Wasser- und Stromleitungen, Glasfaserkabel sowie die Kanäle. Im August 2018 soll die Sanierung geschafft sein.

6. Neue Synagoge

Mehr als zehn Jahre wird das Grundstück im Wert von rund 615.000 Euro in der Sigismundstraße 8 freigehalten. Dort soll durch die Israelitische Religionsgemeinschaft (IRG) Baden eine Synagoge errichtet werden. Doch innerhalb eines Jahrzehnts geht bei dem Bauvorhaben nichts voran, weshalb der Gemeinderat 2015 der IRG ein letztes Ultimatum setzt: Sollte nicht in diesem Jahr der Bau der neuen Synagoge erkennbar in die Wege geleitet werden, wird der Bauplatz anderweitig genutzt.

Neue Synagoge - 80 Jahre nach der Pogromnacht

Diese Forderung wird ernst genommen: Exakt 78 Jahre nach der Zerstörung der alten Synagoge in Konstanz durch Brandstiftung während der Reichspogromnacht erfolgt im November 2016 der feierliche Spatenstich in der Sigismundstraße. Ende 2018 soll die Synagoge mit Gemeindezentrum fertig sein.

 

7. Wohnhaus an der Bodanstraße

Im Frühjahr 2016 wird das Gebäude in der Bodanstraße 36/38 abgerissen. Ein Neubau mit acht exklusiven Wohnungen plus Ladengeschäft ist geplant, die im Herbst 2017 bezugsfertig sein sollen. Diese Frist ist längst abgelaufen, doch immer noch schleichen die Autos an der durch die Baustellenabsperrung verengten Stelle vorbei. Dahinter ist ein Rohbau zu erahnen. Keine der Wohnungen ist bezugsfertig. Der zuständige Architekt schätzt, dass sich die Arbeiten bis April 2018 verzögern, „da es sich um eine sehr komplexe innerstädtische Baustelle handelt.“

Steht der Bauherr vor der Pleite?

Ein Miteigentümer des benachbarten Hauses erklärt gegenüber der Lokalredaktion, dass es beim Abriss zu schweren Schäden an dem Haus zwischen der Baustelle und dem Schnetztor gekommen sei. Wasser sei eingedrungen und habe zu Schimmelbefall geführt, Risse und Spalten hätten sich durch die Bauarbeiten gebildet. Zudem habe sich der Bauherr mit dem Neubau übernommen und stehe vor der Pleite. Unklar ist, wie und ob es mit den größtenteils bereits verkauften Wohnungen weitergeht.