Oberbürgermeister Uli Burchardt besucht Horst. Es handelt sich nicht etwa um ein Gespräch mit Vorgänger Horst Frank. Burchardt hat sich kürzlich vielmehr ein Bild vom Voranschreiten bei der Entwicklung von Horst, dem Roboter, gemacht. Mit vollem Namen heißt der 90 Zentimeter kleine Helfer Highly Optimized Robotic Systems Technology. Der Name drückt ins Deutsche übersetzt, Selbstbewusstsein aus: Hoch optimierte Roboter-System-Technologie.

Horsts Entwickler vom Konstanzer Jungunternehmen Fruitcore haben eine gute Nachricht für Burchardt: "Die Serienreife ist greifbar", sagt Patrick Zimmermann, einer der Gründer. Derzeit laufe ein Lebensdauertest. "Wir planen, die ersten Roboter im kommenden Jahr an Kunden ausliefern zu können", sagt Zimmermann. Über den Besuch des Stadtoberhaupts freuen sich die Gründer, Zimmermann sieht darin "eine Bestätigung für unsere Arbeit".

Horst soll kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Bildungseinrichtungen das ermöglichen, was für die große Industrie längst Standard ist: den Zugang zur Automatisierung. Anders als seine riesigen Geschwister in Industriehallen sei Horst laut Entwicklern günstig zu produzieren und einfach zu bedienen.

Wirtschaftsförderer Friedhelm Schaal hat OB Burchardt zum Technologiezentrum begleitet. Fruitcore hat wie viele andere Jungunternehmen dort seinen Sitz. "Das ist genau die Art von Unternehmen, auf die Konstanz setzt", sagt Schaal. Ein Ziel für Konstanz müsse es sein, Unternehmen zu fördern, die Arbeitsplätze schaffen, ohne viel Platz zu verbrauchen.

In Sachen Platz haben die Gründer von Fruitcore dann auch einen Wunsch an Uli Burchardt. Sie sehen sich als konventionelles Jungunternehmen. "Anders als andere Gründer, die sich auf die Arbeit am Computer konzentrieren können, brauchen wir für die weitere Entwicklung von Horst mehr Platz", sagt Patrick Zimmermann. OB Burchardt habe zugesagt, dass er sich für dieses Anliegen einsetzen wolle.

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