So sah das Übungs-Szenario aus, wie die Polizei Konstanz berichtet: Auf  der vollbeladenen  Fähre  „Lodi“  war  es  zu  einem  Brand  gekommen,  es  gab  Verletzte  und Betriebsstoffe  traten  aus.   Vom  William-Graf-Platz  aus  starteten  die  ersten  Boote  der  Feuerwehr  und  der  DLRG, um  die  Lage  vor  Ort  zu  erkunden. 

Es  zeigte  sich,  dass  es  in  einem  Maschinenraum brannte.  Durch  die  Wärmeleitung  kam  es  zu  einem  Fahrzeugbrand  auf  dem Fahrbahndeck.  Die  Passagiere  waren  in  Panik  geraten  und  teilweise  auch  verletzt worden. Die  ersten  von  ihnen  waren  bereits  vor  Angst  von  Bordgesprungen  und trieben  rund  um  die  Fähre  herum  im  kalten  Wasser.  Mindestens  ein  Mitarbeiter wurde  noch  vermisst.

Die Bodenseefähre "Lodi" (Archivbild). Sie ist mit einer Länge von 81,80 Metern die längste Fähre, die auf dem Bodensee verkehrt | Bild: Peter Allgaier

Unter  Atemschutz  gingen  die  Einsatzkräfte  auf  die  Fähre  vor  und  begannen  mit  der Feuerlöschkreiselpumpe,  welche  jede  Fähre  festmontiert  mitführt,  die Brandbekämpfung.  Die  Wasserschutzpolizei  und  die  DLRG  starteten  mit  Booten  und Rettungsschwimmern  die  Rettung  der  im  Wasser  treibenden  Personen.  An  Land fingen  die  Kräfte  des  Maltesers  Hilfsdienst  und  des  Deutschen  Roten  Kreuz  der Einsatzeinheit  1  des  Katastrophenschutzes  im  Landkreis  an,  einen  Behandlungsplatz und  eine  Betreuungsstelle  aufzubauen. 

Zur  logistischen  Unterstützung  der Feuerwehr  kam  auch  ein  Boot  des  Technischen  Hilfswerks  Konstanz  zum  Einsatz. An  Land  hatte  sich  die  gemeinsame  Einsatzleitung  gebildet.  Fachliche  Unterstützung erhielten  die  Einsatzkräfte  durch  den  Kreisbrandmeister,  Fachberater  der  Fähre  und des  Technischen  Hilfswerks  und  der  unteren  Wasserschutzbehörde  des Landratsamts  Konstanz.

„Hand  in  Hand“  so  lief  die  Rettung  zwischen  den  verschiedenen  Organisationen, stellten  Andreas  König  und  Christopher  Kutschker  von  der  Feuerwehr  Konstanz  fest. Sie  beide  leiteten  das  Team  der  Übungsleitung,  gebildet  aus  allen Hilfsorganisationen.  Über  100  ehrenamtliche  Stunden  für  die  Vorbereitung, alleine bei  der  Feuerwehr,  zeigen,  wie  aufwändig  solch  eine  Übung  ist.