Wenn Gomez, Özil, Neuer und Co. auf dem Platz stehen und Kalorien verbrennen, werden selbige meist in Form von Flüssignahrung in deutschen Wohnzimmern und Kneipen vor den Bildschirmen vertilgt. Spätestens zur Halbzeitpause schlägt sich das in beeindruckender Weise im Wasserverbauch der Spülkästen nieder. 

Die ARD erzielte mit der Übertragung des Klassikers zwischen Deutschland und Italien mit Verlängerung und Elfmeterschießen eine neue Rekordquote von 28,32 Millionen Zuschauern, das entspricht einem sagenhaften Marktanteil von knapp 80 Prozent. Vier von fünf Zuschauern vor dem Fernseher haben sich also für Fußball entschieden. Man darf getrost annehmen, dass dieser Wert wohl auch für Konstanz gilt. Einen beeindruckenden Beweis liefert unsere Grafik der Wasserwerke. Sie zeigt den Wasserverbrauch während des Viertelfinals in Litern pro Sekunde an. Deutliche Ausschläge nach oben sind zu den Spielpausen zu verzeichnen, wenn die Zuschauer ihre Blasen entleeren und Jogi in der Kabine das weitere Vorgehen mit der Mannschaft bespricht.

Wie wird gemessen? Für die Druckzone Friedrichshöhe wird der Verbrauch über die Fördermenge zum Hochbehälter und die Differenz der Hochbehälter-Pegelmessung errechnet. Druckzone Purren: Hier sind im Wesentlichen die Vororte und die Universität angeschlossen. Der Verbrauch ergibt sich aus der Differenz zwischen der gemessenen Fördermenge zum Hochbehälter und der gemessenen Auslaufmessung des Behälters.  Die Messung erfolgt mittels magnetisch induktivem Durchflussmesser.