Parken in Konstanz, ein Dauerthema – nicht nur bei Einheimischen hat es Reizpotenzial. In diesem Fall hat sich ein Tourist aus Pforzheim über die Parkregelung im Paradies geärgert. Am Ende hat er die Strafe fürs Falschparken bezahlt, dabei wollte er es angesichts der Beschilderung aber nicht belassen.

Vergebliche Suche nach einem Parkverbotschild

An einem kühlen Tag im Februar machte Marco Regelmann einen Abstecher nach Konstanz. Mit seinen zwei Begleitern sei er in seinem Wagen auf der Suche nach einem Parkplatz durch Wohngebiete gefahren. Er habe lange kein Lücke gefunden, und wenn, dann war diese der Verkehrschilder zufolge für Anwohner reserviert. Auf dem Weg zu einem gebührenpflichtigen Parkplatz sei er in der Schützenstraße vorbeigekommen. Weil Marco Regelmann kein Schild entdeckt habe, schildert er gegenüber dem SÜDKURIER, habe er sein Auto auf einem freien Platz abgestellt. Er und seine Begleiter seien noch an die nächste Kreuzung gelaufen, um sich zu überzeugen, dass die Parkflächen nicht Anwohnern vorbehalten sind.

 

Paradiesische Parkzonen

Sie haben kein Schild gefunden. Das hat seinen Grund. Das Paradies ist in Parkzonen eingeteilt. An der Einfahrt zu jeder Zone ist die entsprechende Beschilderung angebracht, dass nur Anwohner ihre Autos länger als drei Minuten abstellen dürfen – mit entsprechenden Anwohnerausweis natürlich. Innerhalb der Zonen sind keine weiteren Hinweistafeln angebracht. Warum nicht? "Mit der Zonenbeschilderung wird der viel zitierte Schilderwald verkleinert", erklärt Walter Rügert, Sprecher der Stadtverwaltung. Überhaupt sei die Beschilderung an den Zufahrtsstraßen in der Straßenverkehrsordnung so vorgegeben. Dieses Verfahren hatte zur Folge, dass Marco Regelmann bei der Rückkehr ein Knöllchen an der Windschutzscheibe vorfand: 15 Euro sollte er bezahlen, das hat er auch getan. Geärgert hat er sich dennoch und das auch dem Bürgeramt als Ortspolizeibehörde so mitgeteilt.

Farbliche Straßenmarkierung zu teuer

Eine farbliche Markierung auf den Straßen einer Zone, damit diese als solche erkennbar sind, wäre denkbar, antwortet Walter Rügert. Aber zu teuer. Eine Notwendigkeit einer genaueren Auszeichung sieht die Stadtverwaltung ohnehin nicht. "Wir stellen keine signifikante Häufung fest", heißt es auf die Frage, wie oft sich Autofahrer von auswärts beschweren, weil sie die Parkzonen nicht erkennen.