Konstanz Parkplatzproblem an Pestalozzihalle: Sportler beklagen Fehlplanung

Weil es zu wenig Parkplätze gibt, werde die Halle zu wenig genutzt, sagen die Sportler während der Hauptversammlung des Sportverbandes.

Konstanz – Der Stadtsportverband beklagt unsinnige Verkehrsplanungen an der neuen Pestalozzihalle neben der Gemeinschaftsschule. Wegen fehlender Parkplätze werden Sportler sie nicht in dem Maß nutzen können, wie dies im Neubau möglich wäre, so die Aussage während der Hauptversammlung. Der langjährige Vorsitzende Manfred Sobisch kündigte an, im nächsten Jahr aus Altersgründen nicht mehr kandidieren zu wollen.

Mehrere Redner machten während der Versammlung ihrem Unmut über die Lage an der Pestalozzihalle Luft: Harald Schuster, vom Hallenreferat des Verbands, sprach von einem "Skandal". Der Vorsitzende Manfred Sobisch sieht ständigen Ärger mit Anwohnern wegen der Parkplatzfrage aufziehen. Ein Sportfunktionär, der in der Steinstraße wohnt, berichtete von großen Problemen bei der Parkplatzsuche schon heute. Vertreter des Stadtsportverbands halten ein Gutachten, das ausreichend Parkplätze ausweist, für beschönigend. Der Halle direkt zugewiesen sind nur 18 allgemeine und zwei Behindertenparkplätze. In einer Tiefgarage der Wohnungsbaugesellschaft Konstanz stehen weitere 32 (kostenpflichtige) Stellplätze zur Verfügung, die im Alltag wenig belegt sein sollen. Die Pestalozzihalle liegt direkt an einem Zughaltepunkt, Bushaltestellen sind fußläufig erreichbar. Die Interessensvertretung des Konstanzer Sports hat dennoch große Bedenken. Sobisch sagt: "Man rennt offenen Auges in eine Situation wie wir sie schon in der Paradieshalle haben." Auch dort sei die Nutzung wegen der Parkplatznot eingeschränkt.

Die Pestalozzihalle mit 400 Zuschauerplätzen könne und dürfe nicht mit so wenigen Parkplätzen an den Start gehen. "Ich werfe der Bauverwaltung vor, dass sie das von Beginn an bewusst so geplant hat." Der Sportverband hatte auch Lob für die Sportförderung in der Stadt. So seien inzwischen alle Hartplätze in Kunstrasenplätze umgewandelt worden. "Das ist eine tolle Leistung." In die gleiche Kategorie falle der schnelle Aufbau der Traglufthalle als eine der Ersatzlösungen nach dem Brand des Schwaketenbads. Der Ausbau der Jugendförderung sei ebenso zu begrüßen wie der städtische Zuschuss für die in die zweite Bundesliga aufgestiegene HSG. Auf dem Weg zu einer bewegungsfreundlichen Stadt seien dies aber nur Etappenziele. Noch würden Bewegung und Sport nicht entsprechend der Bedeutung politisch und finanziell gewürdigt. Sobisch bezeichnete den Sport als größten, wichtigsten und integrativsten Träger der freien Jugendarbeit. Bürgermeister Andreas Osner sprach sich als Gast dafür aus, den Neubau des Schwaktenbads zu nutzen, um mehr Schwimmflächen zu schaffen, als im alten Bad. Schon allein mit Blick auf die wachsende Bevölkerung sei dies dringend notwendig.

Der Verband

Der Stadtsportverband vertritt die Interessen des Konstanzer Sports. Im vergangenen Jahr war er wegen der Nutzung von Sporthallen als Flüchtlingsunterkünfte besonders gefordert. Es gelang, nicht nur Übergangslösungen zu finden, sondern auch noch ein Sportprogramm für Flüchtlinge aufzubauen und Sponsoren für die soziale Integration von Randgruppen zu gewinnen. Für offene Sportangebote für Flüchtlingskinder an Sonntagen in der Petershauser Halle sucht der Verband noch weitere Mitstreiter. (rin)

Weitere Informationen im Internet: www.neu.ssv-kn.de

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