Reparieren statt wegwerfen liegt im Trend, das Wort Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Diese Entwicklung greift erneut eine ungewöhnliche Ausstellung auf der Mainau auf, die nicht nur ein Beitrag gegen die Wegwerf-Kultur ist, sondern auch Geld für soziale Zwecke gewinnen soll. Und obwohl die Verkaufsausstellung mit aufwendig restaurierten Möbelstücken schon zum achten Mal stattfindet, ist sie noch immer so etwas wie ein Geheimtipp.

Noch bis 8. Mai können Interessierte die im Wortsinn aufgemöbelten Stücke ansehen und kaufen. Die Erlöse kommen laut einer Pressemitteilung der Projektarbeit der Caritas mit langzeitarbeitslosen Menschen zugute. Sie sind es auch, die diese Ausstellung erst möglich machen: Sie machen beim Projekt „CreAktiv“ bei Fairkauf in Singen, wo die Caritas langzeitarbeitslosen Menschen den Wiedereinstieg in die Berufswelt ermöglicht. Die Mitarbeiter dort restaurieren gebrauchte Möbel und verleihen ihnen neuen Glanz. „Dabei entdecken sie neue Fähigkeiten, sammeln praktische Arbeitserfahrung und machen erste Schritte zurück in ein geregeltes Arbeitsleben“, beschreibt Gabriele Eckert von der Caritas Konstanz, den Nutzen der CreAktiv-Werkstatt.

Eröffnet hat die Ausstellung vor etwa 120 Gästen jüngst Sandra Gräfin Bernadotte. Rund 50 einmalige Möbelstücke sind dort zu sehen, die Unikate kosten laut Caritas zwischen 30 und 320 Euro. Bis 8. Mai besteht die Gelegenheit zum Kauf, teilt die Caritas mit. Die Arbeiten sind täglich zwischen 10 und 17 Uhr im Schloss Mainau zu sehen.