Diese Bemerkung blieb nicht ungehört: „Christoph Nix kann heute leider nicht dabei sein, er bewirbt sich irgendwo.“ Gesagt hat das Douglas Wolfsperger nach der Premiere seines Films „Scala Adieu – Von Windeln verweht“ im Stadttheater Konstanz.

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Es sollte wohl eine Erklärung sein, weshalb Theaterintendant Nix als Hausherr und Darsteller im Film nicht bei der Premiere zugegen war. Schnell schob Regisseur Wolfsperger mit einem Lächeln nach, Nix sei wohl „im Vatikan oder so unterwegs“.

Also alles nur ein Scherz um den umtriebigen Theatermann?

Nein, wie Recherchen des SÜDKURIER ergeben haben.

Tatsächlich treibt es den 64-Jährigen in Richtung eines vatikanartigen Zentrums. Zumindest, wenn man Schriftsteller und Autoren fragt. Denn Christoph Nix soll nach Informationen des SÜKDURIER von Mitgliedern des Schriftstellerverbands PEN gefragt worden sein, ob er sich im Mai zur Wahl für die Position des Generalsekretärs stelle.

Die Stadtverwaltung äußert sich nicht und verweist auf "eine Personalangelegenheit"

Anders gelagert wäre der Fall, wenn die Generalsekretärs-Stelle vergütet würde. Dann wäre Nix laut TVöD verpflichtet, die Tätigkeit seinem „Arbeitgeber rechtzeitig vorher schriftlich anzuzeigen“. Die Stadtverwaltung Konstanz könnte die Nebentätigkeit dann untersagen oder mit Auflagen versehen und zwar dann, wenn sie entweder die im Arbeitsvertrag geregelten Pflichten oder die Interessen der Stadtverwaltung beeinträchtigten.

Diese könne zur möglichen Bewerbung ihres Theaterintendanten keine Auskunft geben, teilt Rathaus-Sprecher Walter Rügert auf Anfrage mit, „da es sich um eine Personalangelegenheit handelt“.