Einen Tag nach dem Raubüberfall auf zwei Kunden der Volksbank-Filiale auf dem Konstanzer Lutherplatz ist der Täter noch nicht gefasst. Das teilt die Pressestelle des Polizeipräsidiums auf SÜDKURIER-Nachfrage mit.

Der Unbekannte hatte am Dienstagmorgen gegen 9.45 Uhr vor dem Gebäude zwei Personen abgepasst, die laut Polizei mehrere tausend Euro auf der Bank einzahlen wollten. Dabei soll er die beiden mit einem Messer bedroht haben. Die Kunden händigten dem Mann das Bargeld schließlich aus. Anschließend flüchtete der Täter mit dem Fahrrad in Richtung Paradies. Die Polizei reagierte mit einer Großfahndung unter Einsatz eines Hubschraubers – die Suche allerdings blieb ohne Erfolg.

Hat der Täter seine Opfer erwartet?

Ob der Täter seine Opfer kannte und ihnen deshalb vor der Bank auf dem Lutherplatz auflauerte, das sei Gegenstand der aktuell laufenden Ermittlungen, heißt es vonseiten der Polizeipressestelle weiter. Mutmaßlich könne man davon ausgehen, sicher wisse man es allerdings nach derzeitigem Stand nicht.

Nach dem Vorfall am Dienstag war der Schreck unter den Mitarbeitern der Bankfiliale groß. So auch bei Roger Winter, dem Vorstandsvorsitzenden der Volksbank Konstanz, vor dessen Filiale am Lutherplatz sich der Raubüberfall ereignet hatte. „Wir sind aber erst einmal dankbar, dass bei diesem Vorfall niemand verletzt wurde“, sagt Winter. Dass niemand zu Schaden kam, liege auch daran, dass die betroffenen Personen besonnen reagiert hätten.

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Auf dem finanziellen Schaden müssen die Opfer des Raubüberfalls nicht selber sitzen bleiben. Sie erhalten das Geld von der Bank wieder. Die sei für solche Fälle versichert, erklärt Winter weiter. Auch wenn sich der Raub, wie in diesem Fall, vor und nicht in der Bankfiliale ereignet habe.

So sollten sie im Falle eines Überfalls handeln

Um eine solche Situation nicht eskalieren zu lassen, empfiehlt die Polizei: Nicht den Helden spielen. Stattdessen gelte es, möglichst die Ruhe zu bewahren und sich auffällige Details zum Täter einzuprägen.