Konstanz Nach Brand an der Uni: Die Polizei schließt Brandstiftung aus, für Studierende läuft der Betrieb normal

Schrecksekunde am frühen Morgen: Ein Brand an der Uni hat einen großen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Personen kamen nicht zu Schaden

Blaulicht auf dem Campus und viele verwunderte Blicke der ersten Studenten und Uni-Mitarbeiter, die die im Morgengrauen ihre Seminarräume, Hörsäle und Büros ansteuern. Ein Brand an der Universität Konstanz hat am Freitag zwischen 5.45 und 9 Uhr einen großen Feuerwehreinsatz zur Folge gehabt. Im Keller des Verwaltungsgebäudes V war nach ersten Erkenntnissen von Feuerwehr und Polizei ein Feuer in einem Aktenlager ausgebrochen. Wo viel Papier lagert, ist erhöhe Vorsicht angezeigt, sagt vor Ort der Pressesprecher der Konstanzer Feuerwehr, Christopher Kutschker: „Da haben wir eine hohe Brandlast“. Deshalb auch das große Aufgebot von Einsatzkräften: Neben den Hauptamtlichen aus Petershausen wird kurz nach dem automatisch eingegangenen Alarme auch die Abteilung Altstadt mobilisiert, zwei Löschzüge sind vor Ort.

Was die Feuerwehrleute vor allem wahrnehmen, ist Rauch und Gestank. Das V-Gebäude wird schnell gesperrt, die Büros der Uni-Verwaltung bleiben am Morgen für Mitarbeiter und Besucher unzugänglich. Rektor Ulrich Rüdiger ist zu früher Stunde bereits vor Ort, die Studierenden werden durch eine E-Mail von dem Brand informiert und erhalten auch gleich die gute Nachricht, dass Personen nicht zu Schaden gekommen sind. Die Feuerwehrleute sorgen unterdessen dafür, dass der Rauch aus dem elfstöckigen Gebäude abzieht, überall sieht man geöffnete Fenster. Auch die Polizei ist vor Ort, der Kriminaldauerdienst nimmt die Ermittlungen auf.


Im Laufe des Vormittags wird klar: Ausgebrochen ist das Feuer im zweiten Untergeschoss des Gebäudes am Südwestrand des Campus. Wie es zu dem Brand kam, steht dagegen zunächst nicht fest. Eine vorsätzliche Brandlegung sei nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen ausgeschlossen, erklärt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Konstanz, „vielmehr dürfte es sich um eine technische Ursache handeln“. Ermittelt werde, ob dabei Sorgfaltspflichten verletzt wurden – das kann zum Beispiel die Benutzung eines nicht geprüften Elektrogeräts sein oder Nachlässigkeit beim Betrieb. Zur Schadenshöhe konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen.

Für die Studierenden wie auch für die Wissenschaftler lief der Betrieb am Freitag weitgehend normal, denn es waren keine Lehr- und Forschungsbereiche betroffen. Die Uni-Verwaltung war dagegen in ihren Möglichkeiten eingeschränkt. Auch der Zugang zum Campus, zu den zahlreichen anderen Gebäuden sowie die Verkehrsanbindung der Uni waren durch den Brand nicht beeinträchtigt. Auch bei der Feuerwehr herrschte vor allem Erleichterung: „Gut, dass nicht mehr passiert ist“, lautete das einhellige Fazit unter den Einsatzkräften.

Wie der Einsatz der Feuerwehr genau ablief, erklärt der Pressesprecher der Feuerwehr Konstanz, Christopher Kutschker, im Gespräch mit SÜDKUIER-Lokalchef Jörg-Peter Rau im Video:

 

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