Wegen Kurzarbeit steht er derzeit alleine im Laden: Joachim Söhnen von der Buchhandlung Bücherschiff. Mit seinem Auszubildenden und einem Mitarbeiter halte er abwechselnd die Stellung.

Für eine Buchempfehlung bleibt dennoch Zeit: Der moderne Roman „Dad“ von der Autorin Nora Gantenbrink.

Bild: Rowohlt Verlag

„Die Protagonistin begibt sich auf die Spurensuche ihres Vaters, den sie recht früh an Aids verlor“, sagt Söhnen zu dieser Familiengeschichte.

Sein Fazit: „Spannend, positiv und lebensbejahend.“ Positiv sei auch die große Unterstützung von seinen Kunden:

„Viele richten persönliche und freundliche Worte an uns. Das hilft uns“, sagt der Inhaber des Bücherschiffs erfreut.
„Viele richten persönliche und freundliche Worte an uns. Das hilft uns“, sagt der Inhaber des Bücherschiffs erfreut. | Bild: Jörg-Peter Rau

Er sei froh, dass er vergangenes Jahr in eine hochmoderne Internettechnik investiert habe. „Das war eine Investition, deren Nutzen ich dieses Jahr erkenne. Unsere Kunden nutzen unseren Webshop nun deutlich vermehrt.“

Sorge um die Zukunft

Ein anderes Bild zeichnet sich bei der Buchhandlung BuchKultur Opitz ab. „Im Moment bekommen wir noch nicht viel mehr Online-Bestellungen, aber wir arbeiten an der Kommunikation und die Situation ist ja auch noch frisch“, sagt Inhaber Florian Opitz.

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Die aktuelle Lage bereitet ihm dennoch Sorge: „Wir würden jetzt ins Ostergeschäft starten. Klar ist, dass die Umsatzausfälle durch Kredite nicht kompensierbar sind. Diese müssen ja wieder zurückgezahlt werden. Letztlich helfen nur Zuschüsse“, ist sich der Buchhändler sicher.

Spannender Thriller

Trotz der Sorgen begeistert ihn der Thriller „Beute“ von Deon Meyer, der erst vor zwei Wochen erschienen ist.

„Der neue Thriller vom Meister des Krimis aus Südafrika. Spannend, brillant komponiert, toller Hintergrund“, findet Opitz.
„Der neue Thriller vom Meister des Krimis aus Südafrika. Spannend, brillant komponiert, toller Hintergrund“, findet Opitz. | Bild: Katharina Opitz-Klüß

Lesenswertes aus der Region

Eine regionale Leseempfehlung spricht Daniel Widmaier von der Buchhandlung Homburger & Hepp aus. Die Konstanzer Autorin Chris Inken Soppa hat sich in ihrer neuen historischen Romanbiografie mit der Lebensgeschichte des früheren Weltbürgers Lütfried Muntprat auseinandergesetzt. Nach ihm ist eine Straße im Konstanzer Paradies benannt.

Bild: Südverlag

Auf 543 Seiten werden „die Wege und Spuren des mittelalterlichen Fernkaufmanns vom Bodensee bis in weite Ferne verfolgt“, fasst Daniel Widmaier zusammen.

Seine Buchrezension fällt so aus: „Eine faszinierende, sorgfältig recherchierte, dabei spannende und unterhaltsame Lektüre“, sagt Widmaier.

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Für wen noch nichts passendes dabei war, rät Joachim Söhnen, Inhaber des Bücherschiffs, Folgendes: „Ich setze den Ratschlag des berühmten Autors Bodo Schäfer um: Wir nutzen die Zeit, um zu lernen.“