Ausgelassen werden Freiluft-Partys gefeiert oder man trifft sich auf ein Bier am Seerhein. Das war bis gestern Vormittag auch erlaubt. Die Feiernden wollten sich den Spaß nicht verbieten lassen. Keiner, der daran teilnahm, hat ein Verbrechen begangen. Doch es war zweifellos leichtsinnig und fahrlässig.

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Ohne klare Vorschriften wird munter weiter gefeiert

Daher kommt das neue Verbot, Menschenansammlungen von mehr als drei Personen in Konstanz und ganz Baden-Württemberg zu verbieten, zur richtigen Zeit, wenn auch etwas spät. Junge Menschen gehören zwar nicht zur Risikogruppe, aber im Nachbarland Italien und im fernen China erkrankten auch jüngere Menschen an dem Virus.

Sanktionen sind für die junge Generation wichtig

Doch die jüngere Generation braucht scheinbar Sanktionen. Die Folgen müssen am eigenen Leib zu spüren sein. Jeder, der an einer Corona-Party teilnimmt, und das sind überwiegend junge Leute, riskiert eine vermeidbare Ansteckung und eine fortschreitende Ausbreitung des Virus. Mit voller Absicht.

Ignorantes Verhalten lässt Zahl der Infizierten in die Höhe treiben

Durch dieses ignorante Verhalten leiden auch andere Menschen, die sich an die Empfehlungen halten, aber Kontakt mit einem Partyteilnehmer haben: Omas, Opas, Eltern. Wer soziale Kontakte von sich aus nicht meidet, setzt auch seine eigene Freizeit aufs Spiel. Ausgelassen feiern zu können, solange es noch möglich ist, hat einen großen Nachteil: Die Ausgangssperre wird umso länger dauern, da Partygänger, ohne es zu merken, andere anstecken.

Das Hoffen auf die Vernunft

Was am Ende bleibt: das Hoffen auf die Vernunft junger Menschen, Partys endgültig sein zu lassen. Wer trotz allem nicht aufs Feiern verzichten kann, sollte sich ein Beispiel an den Italienern nehmen. Sie verabreden sich auf Balkonen zu Konzerten oder winken sich zu. Der Applaus für diese Party ist garantiert. Ganz ohne Ansteckungsgefahr.