Herbert Storz von der Konstanzer Polizei klingt einigermaßen entsetzt: „Wer so eine Kugel ins Auge bekommt, verliert sein Augenlicht.“ Nach derzeitigem Stand der Dinge sind zwar glücklicherweise keine Menschen zu Schaden gekommen – wohl aber zahlreiche Autos und Häuser. Bislang sind 17 Fälle bei der Polizei angezeigt worden. „Unbekannte haben zwischen dem 27. Dezember und dem 1. Januar gezielt auf Auto- und Fensterscheiben geschossen“, erklärt Herbert Storz.

Kugeln wie beim Schießstand auf dem Rummel

An einigen Tatorten fanden die Beamten 4,5-Millimeter-Kugeln. „Das sind die, mit denen auch am Schießstand auf einem Rummel geschossen wird“, sagt Herbert Storz. „Die Bewegungsenergie dieser Kugel ist groß.“ Er hatte in Singen als Beamter einen Fall erlebt, bei dem ein Opfer nach einem solchen Schuss operiert werden musste. „Das Projektil ging bis in untere Hautschichten.“ Auffällig sei im aktuellen Fall, dass die Tatorte sich auf Wollmatingen und die Zeit nach Weihnachten beschränken. „Das könnte ein Hinweis sein, dass jemand ein solches Gewehr oder eine solche Pistole zu Weihnachten geschenkt bekommen hat und dann damit losgezogen ist“, sagt Herbert Storz.

In diesen Straßen schoss der Täter

Der unbekannter Täter hatte im Bereich der Berchenstraße, Breslauer Straße, Berliner Straße, Mannheimer Straße, Zimmerer Weg, Bachbohlweg, Benedikt-Bauer-Straße und Litzelstetter Straße mit Stahlkugeln auf Scheiben geparkter Pkw geschossen. Im Bereich Mannheimer Straße, Eichbühlstraße, Schreinerweg, Mühlenweg und Bachbohlweg schoss der Unbekannte auf Fensterscheiben von Wohnhäusern. Die Geschosse durchschlugen hierbei die äußere Glasscheibe von mehrfach verglasten Fensterscheiben. Der Schaden wird auf 6000 Euro beziffert. Eine Familie bemerkte nach der Heimreise vom Skiurlaub, dass die Fenster im Wohnzimmer beschädigt waren.

Polizei bittet um Mithilfe

Die Polizei bittet in diesem Zusammenhang Personen, die Hinweise zu einem Tatverdächtigen geben können, sich beim Polizeiposten Wollmatingen zu melden: 07531/94299-3.