Eine Vision für das Konstanz der Zukunft. Das wünschen sich viele der mehr als 1750 Menschen, die an der großen Umfrage des SÜDKURIER teilgenommen haben. Wie – so fragten bestehende und künftige Leser sich und die Redaktion – soll folgendes Dilemma gelöst werden: Ein stetig wachsender Bedarf an neuen Wohnungen und der Wunsch nach Erhaltung des vielen Grüns, das unsere Gegend ausmacht.

Eine solche Vision für Konstanz und den Bodanrück für die Jahre nach 2050 können auch wir nicht liefern. Was die SÜDKURIER-Redaktionen allerdings können: Ihre Interessen aufnehmen und zu einem wesentlichen Teil ihrer Berichterstattung machen. 80 Prozent der Befragten halten es für sehr wichtig oder wichtig, dass die Stadt Konstanz aktiv in den Wohnungsmarkt eingreift und hilft, das Wohnraumproblem zu beheben:

Weht da schon ein Hauch der jüngst vom Co-Bundesvorsitzenden der Grünen ins Spiel gebrachten Wohnungsenteignungen durch Konstanz? Noch nicht, wenngleich auch solch eher gewagte Vorstöße in der Umfrage genannt wurden – lange bevor Grünen-Chef Robert Habeck sich derart äußerte.

Gleichzeitig wollen 81 Prozent über Freizeit- und Naturangebote rund um den Bodensee informiert werden:

Überhaupt ist ihnen, wie aus den frei formulierten Antworten hervorgeht, Schönheit und Positives in schwierigen Zeiten ein Anliegen. "Nicht immer nur über Ärgernisse schreiben, liebe Redaktion", heißt es hierzu beispielhaft. Es passiere doch genug, das gelobt werden kann. Für dieses Bedürfnis nach guten Nachrichten wie nach noch mehr und noch umfangreicheren Berichten über den angespannten Wohnungsmarkt versprechen wir: Wir haben verstanden.

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Die Umfrageergebnisse förderten auch für die Redaktion Überraschungen zutage. Dass der öffentliche Personennahverkehr bundesweit ein wichtiges Thema ist, war klar. In Großstädten ohnehin, in denen es vom einen zum anderen Stadtteil schnell einmal eine Stunde dauert. Egal, ob man mit der Bahn oder dem Auto unterwegs ist. Aber dass mehr als 90 Prozent der Teilnehmer aus Konstanz, Allensbach und von der Reichenau sagen: Der Landkreis muss dringend mit Förderungen eingreifen? Das kam doch unerwartet, gefühlt schien – dank Bus und Seehas – doch jedes Ziel einigermaßen gut erreichbar. Sie sehen das anders:

Wir wollen deshalb am Beispiel von Konstanz bald Möglichkeiten aufzeigen, wie das Angebot in der Stadt besser werden kann – bis hin zum Wunsch nach einem kostenfreien Bus für alle. Ein kleiner Tipp an dieser Stelle, nicht zu Belehrung, sondern weil auch das ein Hinweis aus der Umfrage ist: Mit dem Seehas fährt man zwischen den Haltepunkten Wollmatingen und Hauptbahnhof ganz regulär mit den für den Busverkehr geltenden Stadtwerke-Tickets.

Auch für unsere Leser gibt es eine Überraschung, die sich aus Antworten zu den Themen Wirtschaft und Hochschulen erschließt: Konstanz setzt auf Start-ups und junge Unternehmer. Auch weil die Stadt dazu angesichts abgewanderter Industrie gezwungen ist. Gleichzeitig haben hier deutlich mehr als 15.000 Menschen einen Platz zum Studieren gefunden, gehen an Universität und HTWG aber auch tausende Konstanzer ihrer Arbeit nach. Diesem Zusammenspiel werden wir zeitnah gerecht und stellen Ihnen vor, was dort hinter den Kulissen passiert. Denn das wünschen Sie sich:

Weitere Ergebnisse der Umfrage

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